Erste Erfahrungen mit Simyo

Nachdem ich gebeten wurde, von meinen Erfahrungen mit Simyo zu berichten, möchte ich das hiermit tun.

Die Simyo-SIM hab ich erst seit ein paar Tagen und war mit dem Handy auch noch nicht viel unterwegs (da ich die meiste Zeit am Schreibtisch sitze und für Klausuren lerne). Von daher kann ich nur Aussagen über den Empfang bei mir zu Hause machen. Und da ist der Empfang mit Simyo mindestens genauso gut wie mit O2.

Auch über die Geschwindigkeit der GPRS-Verbindung kann ich nicht meckern. Zumindest bei den Datenmengen, die für Mailabruf und Surfen auf pdaoptimierten Seiten anfallen, kann ich keinen Geschwindigkeitsunterschied zu O2 feststellen (wobei ich das auch nicht mit der Stoppuhr überprüft habe).

Insgesamt bin ich also recht zufrieden. Einen Vertrag möchte ich als Wenigtelefonierer so bald auch nicht mehr abschließen.

PUM 2007

Auch diese Jahr findet wieder das deutschlandweite Palm User Meeting, kurz PUM, statt. Termin ist der 16. März um 18:00 Uhr. Näheres auf den Seiten von Nexave.

Ich weiß noch nicht, ob ich auch mit dabei sein werde. Ein Cebit-Besuch lohnt sich dieses Jahr aus meiner Sicht nicht wirklich. Und nur für einen Abend quer durch Deutschland reisen? Aber vielleicht findet sich noch spontan eine Mitfahr- und Übernachtungsmöglichkeit, mal sehen.

Warum ausgerechnet das Qtek 8500?

Vor ein paar Tagen hatte ich ja angekündigt, dass ich mir das Qtek 8500 zulege. Die Frage

Und was ist da jetzt so besonderes an dem Qtek 8500?

möchte ich hier versuchen zu beantworten.

Auf dem 8500 läuft Windows Mobile Smartphone Edition. Das mag die Palmuser jetzt doppelt abschrecken: Erstens Windows Mobile und dann auch noch ohne Touchscreen! Doch seit ich das SDA habe, finde ich genau dieses Gerätekonzept recht überzeugend. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Erst einmal ist da die Einhandbedienung. Dass man einen PDA mit Stift bedient, das ist okay. Aber ein Handy (und somit auch ein Smartphone) sollte meiner Meinung nach einhändig über die Tastatur bedienbar sein. Bei den Treos ist das schon recht gut gelöst, aber das PalmOS ist eben nicht von Grund auf für die Einhandbedienung ausgelegt, was sich spätestens bei Zusatzprogrammen bemerkbar macht, die nicht entsprechend angepasst und optimiert sind. Irgendwann braucht man den Stylus dann doch, schon allein deshalb, weil man damit oft schneller ans Ziel kommt als per Tastatur. Die Smartphone Edition von WindowsMobile hingegen ist dadurch, dass die Bedienung über die Tastatur erfolgen muss, ganz auf Einhandbedienung ausgelegt. Und somit auch sämtliche Zusatzprogramme.
  • Zum anderen ist da der Formfaktor. Natürlich ist es persönlicher Geschmack, wie groß das verwendete Handy/Smartphone sein darf. Ich gehöre da zu den Menschen, die ein möglichst kompaktes Gerät in der Hosentasche herumtragen wollen. Letztlich wurde meinem Treo 680 seine Größe zum Verhängnis. Ein SDA oder Qtek 8500 hingegen hat die Maße eines “normalen” Handys und somit nehme ich es gerne überall hin mit. Gerade dieses “überall dabei haben können” macht für mich den Reiz eines Smartphones aus.
  • Der letzte Punkt hängt ebenfalls mit meinem persönlichen Nutzungsverhalten zusammen. Ich habe mit dem SDA die Erfahrung gemacht, dass mir die Funktionen, die mir ein WindowsMobile Smartphone liefert, für den “Alltagsgebrauch” unterwegs völlig ausreichen. Ich kann Termine nachschlagen und auch mal einen neuen eintragen, Mails abrufen und pdaoptimierte Seiten ansurfen. Lediglich für meine abendliche AvantGo- und Plucker-Lektüre und als Wecker kommt mein Palm noch zum Einsatz (ausserdem gibt es noch Anwendungen, die ich gelegentlich nutze und nicht nochmal als Smartphone-Version kaufen möchte, z.B. manches Wörterbuch)

Somit ist bei mir inzwischen das Smartphone (erst das SDA, jetzt das Qtek) das Hauptgerät, das mir für die allermeisten Zwecke völlig ausreicht. Ganz ohne Palm geht es allerdings nicht, der kommt dann bei “Spezialanwendungen” zum Zug. Unterwegs habe ich den T3 jedoch nur noch selten dabei.

Nun wäre geklärt, warum ich derzeit auf die handlichen Windows-Smartphones setze. Bleibt noch die Frage, warum nun ausgerechnet das Qtek 8500 ins Haus kam und ich nicht einfach beim SDA geblieben bin?

Natürlich liegt es auch am Spieltrieb. Beim T3 gibt es nichts mehr zu entdecken und das SDA habe ich auch schon bald ein Jahr lang (was sowieso rekordverdächtig ist bei meinem Geräteverschleiß). Es musste also was Neues her. Und das 8500 ist insofern neu, da es WindowsMobile 5 hat (im Gegensatz zu WM 2003 beim SDA) und daneben noch eine Kamera für den Schnappschuss zwischendurch und etwas mehr Speicher.

Ich hatte auch noch das Qtek 8310 im Auge, aber das kostet für sein doch schon “hohes” Alter ziemlich viel und bietet aussser Wlan keine wirklichen Vorteile. Somit fiel dann meine Wahl auf das 8500, welches ein gutes Stück günstiger ist und mich auch vom Design her faszinierte. Es ist übrigens mein erstes Klapphandy.

Mal sehen, wie ich im Alltag mit dem “kleinen Schwarzen” zurecht komme. Es ist gestern erst angekommen und ich konnte noch nicht viel damit herumspielen. Ich werde auf jeden Fall noch berichten. Und wenn es mir nicht gefällt: einen Nachfolger habe ja schon in der Hinterhand…

Schon mal vorgemerkt

Kommt zwar wohl erst im April, aber ich finde das Gerät ziemlich interessant: Das HTC S710, auch bekannt als “Vox” (hier ein paar Bilder). Bietet eigentlich alles, was mir an einem Smartphone wichtig ist: Einhandbedienung, QWERTZ-Tastatur und hosentaschentaugliche Maße. Dazu noch Wifi als “Schmankerl”.

Okay, für die Smartphone-Edition (die in Zukunft “WindowsMobile Standard” heißt) gibt es nicht ganz so viel Zusatzsoftware wie für das “normale” WinMobile oder PalmOS, aber für die wichtigsten Anwendungen gibt es durchaus brauchbare Apps (Papyrus, Facade etc.)

Ich bin auf jedenfalls gespannt auf die ersten Test- und Erfahrungsberichte über das S710. Es steht zumindest schon mal auf meiner “Im-Auge-behalten”-Liste.

Hochmut kommt vor dem Fall

Ja, der Herr Colligan ist schon ein lustiger Zeitgenosse. Erst behauptet der Palm-Chef, Apple wäre überhaupt nicht in der Lage, Smartphones zu bauen. Und nun, da das “iPhone” in den Startlöchern steht, kommt die nächste Kritik von Colligan: Das iPhone wäre ungeeignet für Geschäftsleute.

Nun, da hat er meiner Meinung nach gar nicht so unrecht. Das iPhone ist mehr Multimedia- statt Business-Gerät. Allerdings scheint der Palm-Chef die Fähigkeiten der eigenen Firma eindeutig zu über- und die der Konkurrenz zu unterschätzen. Palm hat in den letzten Jahren nun wahrlich nicht mit Innovationen geglänzt, und dann bezeichnet Colligan das iPhone als Mediaplayer, der zufällig ein Telefon eingebaut bekommen hat. Ziemlich hochnäsig, wie ich finde.

Aber Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall…

Kündigung mit Hindernissen

Derzeit habe ich noch einen Vertrag bei O2. Den habe ich vor knapp zwei Jahren abgeschlossen, weil sowohl Telefonieren als auch die GPRS-Nutzung wesentlich günstiger war als bei meiner bis dahin genutzten T-Mobile Prepaid-Karte. Ausserdem nervte mich die dauernde manuelle Aufladerei.

So weit, so gut. Bisher fuhr ich auch recht günstig mit meinem Vertrag. Für den Mailabruf unterwegs und ein wenig Surfen am Palm reichte mir das kleinste Datenpaket mit 30MB/Monat für 9,95€. Die 30 MB habe ich allerdings noch nie ganz ausgeschöpft, meistens waren es nur 10, gelegentlich 15 MB.

Nun haben allerdings die Mobilfunkdiscounter vor Kurzem ihre Datentarife drastisch im Preis gesenkt. Wenn ich davon ausgehe, dass ich maximal 15 MB im Monat per GPRS verbrauche, dann würde ich dort 3,60€ zahlen. Also nur etwa ein Drittel dessen, was ich im Moment ausgebe. Die Kosten für Telefonate und SMS unterscheiden sich nicht wesentlich, so dass mich eine Prepaid-Karte doch ein Stück günstiger käme als mein derzeitiger Vertrag.

Also habe ich ein Simyo-Starterset bestellt und dank Freundschaftswerbung noch 5€ zusätzliches Guthaben erhalten.

Doch nun kam der schwierigere Teil: die Kündigung meines O2-Vertrages. Einen Vertrag kündigen, das klingt so einfach. Und kann doch recht kompliziert sein.

Da stellt sich zuerst mal die Frage: wohin muss ich die Kündigung schicken? Also in den Vertragsunterlagen nachgesehen. Ähm, da stehen aber mehrere Adressen: Auf dem eigentlichen Vertrag steht eine Münchner Adresse, auf den Rechnungen aber eine Nürnberger. Und dann hätte ich noch eine dritte von irgendeinem Retouren-Service, aber die ist wohl irrelevant. Damit die Verwirrung komplett ist: alle stammen von der gleichen Firma, “O2 Germany GmbH & Co. OHG”. Ich entschied mich dann für das naheliegenste: ich würfelte und wählte die Nürnberger Adresse, die angeblich zur Kundenbetreuung gehört.

Die zweite Frage ist dann: wie formuliere ich die Kündigung? Da kam es mir ganz recht, dass O2 auf seinen Service-Seiten ein Kündigungsformular anbietet. Das ist zwar dafür gedacht, Verträge bei der Konkurrenz zu kündigen. Doch nachdem ich mich schon über die Sache mit den Adressen ärgern musste, war ich einfach so dreist und nutzte das O2-eigene Kündigungsformular, um mir eine Kündigung für einen O2-Vertrag erstellen zu lassen.

Und die Moral von der Geschicht: Ein Laufzeitvertrag lohnt sich kaum noch, die Prepaid-Discounter sind preislich eine echte Alternative. Und bei Simyo und Co. bleibt einem der Ärger mit der umständlichen Kündigung erspart.

Goodbye, O2!