Jahresrückblick 2008 – Ausblick auf 2009

Rückblick

Gerade eben habe ich mir noch den Jahresrückblick 2007 zu Gemüte geführt, um nachzusehen, was letztes Jahr so los war. Und dabei musste ich feststellen, dass vieles auch für 2008 noch Gültigkeit besitzt:

  • Das iPhone war und ist immer noch ein großes Thema. Auch wenn der Hype mittlerweile etwas abgeflacht ist, hat Apple damit einen Achtungserfolg erzielt. So gewissermaßen aus dem Stand unter die Top-Smartphonehersteller zu gelangen, ist schon eine reife Leistung. Das muss man anerkennen, egal ob man das iPhone nun mag oder nicht.
  • Auch die iPhone-Nachahmer waren 2008 fleißig. Und so gab es etwa von RIM oder Nokia eine Fülle weiterer “Touch-Phones”. Scheint ganz so, als ob in Zukunft kein Weg mehr an den berührungsempfindlichen Displays vorbei führt. Ich hoffe nur, dass dabei der “Treo-Formfaktor” mit QWERTZ-Tastatur unterm Bildschirm nicht auf der Strecke bleibt.
  • Palm glänzte auch 2008 nicht gerade mit positiven Nachrichten. Wir warten immer noch auf das neue Betriebssystem und auf konkurrenzfähige Hardware. Einziger Lichtblick war der Treo Pro, der jedoch neben ordentlicher Ausstattung auch Gehäuserisse mit sich brachte.
  • Positiver fielen im vergangenen Jahr die Nachrichten für die Fans kleiner, leichter und erschwinglicher Rechner aus. Die Netbooks, die man wohl bald nicht mehr Netbook nennen darf, waren die Renner. Mittlerweile hat wohl jeder Hersteller mindestens einen solchen Minirechner im Angebot und ich habe das Gefühl, es werden täglich neue Modelle angekündigt. Auch ich bin mit dem Eee 701 auf den Zug aufgesprungen.
  • Nach ersten zaghaften Versuchen mit Linux kann ich 2008 getrost als “Jahr des Linux-Umstiegs” bezeichnen. Mittlerweile arbeite ich fast nur noch mit dem freien Betriebssystem. Eine Tatsache, der ich auch mit einem separaten Blog Rechnung trage.

Ausblick

Was wird das Jahr 2009 bringen? Ein paar Gedanken dazu:

  • Das “Googlephone” soll auch in Deutschland auf den Markt kommen. Es wird interessant sein zu sehen, ob sich Android neben den bekannten Plattformen etablieren kann und wie sich der Markt für Zusatzsoftware entwickeln wird.
  • Palm will auf der CES Neuigkeiten präsentieren. Ob mit “Nova” die Trendwende gelingt bleibt abzuwarten. Die Investoren scheinen jedoch an einen Erfolg zu glauben.
  • Für mich persönlich wird 2009 auf jeden Fall ein neues Smartphone bringen. Welches es wird, wird sich nach dem 9. Januar zeigen. Dann weiß ich, ob ich auf ein neues Gerät von Palm warten will und kann oder ob die Konkurrenz das Rennen macht.

Und was sind eure Erwartungen für 2009? Wie wird sich die Welt des mobile Computing entwickeln? Ich freue mich über jeden Kommentar!

Nun wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2009!

Netter Gag bei OpenSUSE

Wer dieser Tage die Live-CD von openSUSE 11.1 startet, bekommt folgendes winterliche Bootmenü zu sehen:

Winterliches Bootmenü bei openSUSE

Winterliches Bootmenü bei openSUSE

Netter Gag, den sich die Entwickler da haben einfallen lassen…

PUGcast 12/2008

Die letzte Ausgabe des PUGcast für das Jahr 2008 erscheint ausnahmsweise mal nicht am letzten Donnerstag im Monat, sondern pünktlich zum Fest, nämlich am 24.12.08. Na, wenn das keine schöne Bescherung ist… ;)

An dieser Stelle möchte ich auch mal ein Dankeschön an die PUGcast-Macher richten für die Arbeit, die sie im Jahr 2008 investiert haben, um uns jeden Monat mit interessanten Themen zu versorgen!

Mandriva 2009 auf dem Eee 701

An der ein oder anderen Stelle im Netz und in Zeitschriften durfte ich erfahren, dass die 2009er-Version von Mandriva Anpassungen für die mittlerweile sehr beliebten Netbooks enthalten soll. Besonders auf den Eee-Modellen soll die französische Distribution dank angepasster Treiber (weitestgehend) out-of-the-box laufen. Ausgerüstet mit einer Mandriva One Live-CD, einem externen CD-Laufwerk und einem Eee 701 machte ich die Probe auf’s Exempel.

Mandriva ließ sich problemlos als Live-System von der CD starten. Dabei wurde die Hardware des Eee auch gleich erkannt und ich konnte z.B. Wlan problemlos nutzen. Nach diesem positiven ersten Eindruck folgte die Installation direkt aus dem Live-System heraus. Auch diese machte keine Probleme, ich musste meistens nur auf “Weiter” klicken.

Nach der Installation machte ich dann allerdings die ersten weniger erfreulichen Entdeckungen. Der installierte Gnome-Desktop ist offensichtlich nicht besonders gut an die geringe Bildschirmauflösung angepasst, so dass einige Schaltflächen am unteren Fensterrand nicht sichtbar sind. Besonders negativ macht sich das z.B. in der Systemverwaltung bemerkbar, wenn man versucht, neue Software zu installieren: dann muss man mehr oder minder blind mittels Tab-Taste die richtige Schaltfläche für “Installieren” finden.

Mandriva 2009 mit LXDE als Desktopumgebung

Mandriva 2009 mit LXDE als Desktopumgebung

In einem Artikel der LinuxUser wurde als alternativer Desktop LXDE empfohlen. Diesen installierte ich dann auch. Und siehe da: die Fenster passen schon viel besser auf den kleinen Eee-Bildschirm. Allerdings gibt es auch hier Merkwürdigkeiten. So ist das Fenster, das sich nach Anklicken des Symbols für anstehende Systemaktualisierungen im Panel öffnet, nicht an die Displayhöhe des Eee 701 angepasst, wie folgender Screenshot zeigt:

Fehlende Buttons bei automatischer Aktualisierung

Fehlende Buttons bei automatischer Aktualisierung

Startet man allerdings das Kontrollzentrum und stößt die Systemaktualisierung darüber an, sind alle Buttons sichtbar:

Korrekte Skalierung des Fensters bei manueller Aktualisierung

Korrekte Skalierung des Fensters bei manueller Aktualisierung

Als Fazit bleibt: die Anpassung von Mandriva 2009 an die Hardware des Eee kann durchaus mit “Spezial-Eee-Distributionen” wie Ubuntu-Eee mithalten. Richtig Spaß macht es aber erst mit einem alternativen Desktop wie LXDE, wobei auch dort manche Probleme mit der geringen Bildschirmauflösung das Bild etwas trüben. Dennoch ist Mandriva meiner Meinung nach einen Blick wert, wenn man eine “richtige” Linux-Distribution mit entsprechend umfangreichen Softwareangebot auf dem Eee haben will und nicht mit dem vorinstallierten, aber “kastrierten” Xandros zufrieden ist.

Fundstück: Visor-Werbung 2002

Beim Ausmisten meiner alten Zeitschriften ist mir die folgende Anzeige aus dem Januar 2002 für den Handspring Visor in die Hände gefallen (die Anzeige auf der Rückseite scheint etwas durch):

Visor-Werbung 2002

Visor-Werbung 2002

Ja, das waren noch Zeiten…

Wetten, dass…

Palm hat für die CES im Januar Neuigkeiten angekündigt, und die Palm-Community von Nexave hat eine Einladung für die Präsentation in Las Vegas erhalten. Doch so ein Flug in die USA ist nicht gerade billig, dehalb hat Seitenbetreiber Torsten eine Wette ausgerufen: kommen über Spenden die nötigen 2100€ für Hin- und Rückflug zusammen, fliegt er in die Staaten und berichtet live von der Palm-Präsentation:

Tja, eine wirklich verrückte Aktion. Ich bin mir selbst nicht sicher, ob sich der Aufwand lohnt oder nicht. Denn es werden auch einige Blogs/Nachrichtenseiten aus den USA anwesend sein und die News kommen über’s Netz so auch zügig zu uns. Müssen wir dann noch einen “Reporter” aus Deutschland hinschicken? Aber entscheidet selbst, ob euch die Sache ein paar Euro wert ist oder nicht.

Ich hoffe unabhängig davon, wer die Berichterstattung übernimmt, dass Palm was ordentliches vorzuzeigen hat. Werden der PalmOS-Nachfolger und die dazugehörigen Geräte ein Flopp, kann Palm einpacken…

Veröffentlicht unter Palm

Kurznews: Android kommt nach D, kriegt Palm noch die Kurve?

T-Mobile hat gestern abend die deutsche Version des Android-Smartphones G1 präsentiert. Dieses soll im ersten Quartal 2009 auf den Markt kommen. Es ist auch eine Produktseite zu bewundern, auf der man sich für den “T-Mobile G1 Newsletter” registrieren kann. (Via heise online)

Wo wir schon bei neuen Smartphones sind: Palm kündigt für die CES am 8. Januar 2009 “something big” an und lädt seine Fans zum Mitfeiern ein. Es besteht also weiterhin die Hoffnung, dass tatsächlich ein Gerät mit dem PalmOS-Nachfolger “Nova” das Licht der Welt erblickt, bevor Palm pleite geht…

Ubuntu 8.10 auf dem TC4400

Nachdem ich mittlerweile auf die aktuelle Ubuntu-Version 8.10 umgestiegen bin (per Update), möchte ich ein paar Worte zur Kompatibilität mit dem TC4400 verlieren.

Kurz zusammengefasst lässt sich sagen: Die allermeisten Dinge funktionieren Out-of-the-box. Und was nicht gleich funktioniert, lässt sich leicht beheben.

Kommen wir erst zu den positiven Dingen: Ubuntu 8.10 ist die Linux-Distribution, die bisher am besten auf dem TC4400 läuft. Gefühlte 95% der Hardware wurden problemlos erkannt und funktionieren einwandfrei, so etwa die Sondertasten zur Helligkeitsregelung oder Lautstärkeeinstellung. Wlan und Bluetooth funktionieren erwartungsgemäß auch. Vor allem letzteres machte unter 8.04 allerdings noch Zicken, dort war es mir nicht vergönnt, meine BT-Maus mit dem Rechner zu verbinden. Das klappt jetzt problemlos. Auch der Kartenleser arbeitet ohne Murren.

Standby (“Bereitschaft”) sowie Ruhezustand funktionieren nun auch zuverlässig. Bei früheren Ubuntu-Versionen kam es hin und wieder vor, dass sich der Rechner zwar in einen der Schlafzustände versetzen ließ, danach aber nicht mehr richtig aufwachte.

Einziges Sorgenkind nach dem Update war (und ist teilweise noch) die Unterstützung der Stifteingabe bzw. -bedienung. Ubuntu hat nämlich während des Updates heimlich still und leise die Zeilen in der xorg.conf auskommentiert, die ich zuvor eingefügt hatte. Folglich wurde der Stift erst mal nicht erkannt. Doch nach dem Entfernen der “#” vor den Zeilen für das Wacom-Tablet funktioniert auch der Stift wieder.

Einziger Wehrmutstrofpen: Ändert man die Bildschirmausrichtung, ändert sich die Ausrichtung des Stifts nicht mit. Sprich: ist der Bildschirm “auf den Kopf gestellt”, fährt der Mauszeiger immer in die entgegengesetzte Richtung, in die man mit dem Stift fährt. Aber da wird sich auch eine Lösung finden lassen (ich glaube mich daran zu erinnen, dass ich irgendwo schon mal ein passendes Skript gesehen habe). Und noch was: auf eine rechte Maustaste muss man beim Stift auch verzichten. Während Windows einen langen Stiftdruck als Rechtsklick interpretiert, passiert bei Ubuntu rein gar nichts.

Allerdings sind diese Einschränkungen bei der Stiftunterstützung für mich verschmerzbar. Falls ich den Stift unbedingt nutzen will, starte ich eben das parallel installierte XP. Was allerdings immer seltener vorkommt.

Am Ende noch meine momentane xorg.conf. Fett markiert sin die Zeilen, in welchen ihr die Kommentare entfernen müsst:

# xorg.conf (X.Org X Window System server configuration file)
#
# This file was generated by dexconf, the Debian X Configuration tool, using
# values from the debconf database.
#
# Edit this file with caution, and see the xorg.conf manual page.
# (Type “man xorg.conf” at the shell prompt.)
#
# This file is automatically updated on xserver-xorg package upgrades *only*
# if it has not been modified since the last upgrade of the xserver-xorg
# package.
#
# If you have edited this file but would like it to be automatically updated
# again, run the following command:
#   sudo dpkg-reconfigure -phigh xserver-xorg

# commented out by update-manager, HAL is now used
#Section “InputDevice”
#    Identifier    “Generic Keyboard”
#    Driver        “kbd”
#    Option        “XkbRules”    “xorg”
#    Option        “XkbModel”    “pc105″
#    Option        “XkbLayout”    “de”
#EndSection

# commented out by update-manager, HAL is now used
#Section “InputDevice”
#    Identifier    “Configured Mouse”
#    Driver        “mouse”
#    Option        “CorePointer”
#EndSection

#Wacom Tablet
# commented out by update-manager, HAL is now used
Section “InputDevice”
Driver        “wacom”
Identifier    “stylus”
Option        “Device”        “/dev/input/wacom”
Option        “Type”          “stylus”
Option        “ForceDevice”   “ISDV4″               # Tablet PC ONLY
EndSection

# commented out by update-manager, HAL is now used
Section “InputDevice”
Driver        “wacom”
Identifier    “eraser”
Option        “Device”        “/dev/input/wacom”
Option        “Type”          “eraser”
Option        “ForceDevice”   “ISDV4″               # Tablet PC ONLY
EndSection

# commented out by update-manager, HAL is now used
Section “InputDevice”
Driver        “wacom”
Identifier    “cursor”
Option        “Device”        “/dev/input/wacom”
Option        “Type”          “cursor”
Option        “ForceDevice”   “ISDV4″               # Tablet PC ONLY
EndSection

#End Wacom Tablet

# commented out by update-manager, HAL is now used
#Section “InputDevice”
#    Identifier    “Synaptics Touchpad”
#    Driver        “synaptics”
#    Option        “SendCoreEvents”    “true”
#    Option        “Device”        “/dev/psaux”
#    Option        “Protocol”        “auto-dev”
#    Option        “HorizEdgeScroll”    “0″
#EndSection

Section “Device”
Identifier    “Configured Video Device”
EndSection

Section “Monitor”
Identifier    “Configured Monitor”
EndSection

Section “Screen”
Identifier    “Default Screen”
Monitor        “Configured Monitor”
Device        “Configured Video Device”
EndSection

Section “ServerLayout”
Identifier    “Default Layout”
Screen        “Default Screen”
# commented out by update-manager, HAL is now used
InputDevice     “stylus” “SendCoreEvents”
# commented out by update-manager, HAL is now used
InputDevice     “cursor” “SendCoreEvents”
# commented out by update-manager, HAL is now used
InputDevice     “eraser” “SendCoreEvents”

# commented out by update-manager, HAL is now used#    InputDevice    “Synaptics Touchpad”
EndSection

Tablet PC Kaufberatung

Für den Fall, dass jemand einen Tablet PC auf seinem Weihnachts-Wunschzettel stehen hat: Bei Tablet PC Reviews gibt es eine kleine Kaufberatung für Studenten, Business-User und “Durchschnittsverbraucher“. Dabei werden nicht sämtliche derzeit erhältlichen Tablets unter die Lupe genommen, sondern eher gezielte Vorschläge bzw. Empfehlungen für die jeweiligen Anwendungszwecke (und den jeweiligen Geldbeutel) ausgesprochen. Als Entscheidungs- und Orientierungshilfe sicherlich praktisch.