…und raus bist du!

Die Entscheidung ist gefallen: mehr oder weniger schweren Herzens trenne ich mich vom Treo 680. Hab auch schon die Verkaufsanzeige online gestellt.

Der letztlich ausschlaggebende Punkt war die Größe des Treo. So toll das Gerät auch sonst ist, aber die Beule in der Hosentasche war dann doch einen Tick zu groß. So macht das Herumtragen einfach keinen Spaß.

Und so werde ich es erst mal mit SDA und T3 versuchen. Vielleicht ersetzte ich das SDA auch durch ein Palm-kompatibles Handy (ich dachte da an das K610i) oder auch durch ein WinMobile-Smartphone mit Kamera. Aber das werde ich mir überlegen, wenn der Treo erst mal weg ist.

Bye, bye, Handy

Bei Spiegel Online habe ich heute einen interessanten Artikel entdeckt: Abschied vom Handy: Wer braucht ein Telefon, wenn er eine Kamera hat?

Die Sichtweise des Artikels ist auf den ersten Blick ungewöhnlich. Denn bisher hieß es bei neuen Handys immer: das hat jetzt einen MP3-Player, eine Kamera oder was weiß ich integriert. Sprich: Es war weiterhin ein Mobiltelefon, das lediglich andere Geräte “geschluckt” hatte. Auch bei den Smartphones war und ist es ähnlich. Die PDAs würden aussterben, die Zukunft gehöre den “smarten” All-in-one-Geräten.

Doch spätestens seit dem iPhone kann man durchaus die Frage stellen: Ist hier ein iPod in ein Mobiltelefon integriert worden, oder wurde dem iPod ein Handy eingepflanzt? Welche Gerätekategorie hat denn nun die andere vereinnahmt?

Genauso könnte man bei den ganzen MDAs, VPAs und XDAs fragen: ist das nun ein PDA, dem man lediglich einen GSM-Chip eingesetzt hat, oder ein Handy, das um PDA-Funktionen erweitert wurde? Oder anders gesagt: lebt das Handy im PDA weiter oder umgekehrt?

Nach diesem Schema könnte man auch bei den diversen Megapixel-Handys weitermachen. Ist das ein Handy mit Kamera oder eher Kamera mit Handy? Der Trend, immer mehr Funktionen in einem Gerät zu vereinen, geht weiter. Und bald dürften wir dann endgültig an dem Punkt angelangt sein, an dem wir uns fragen: kann ich das Ding in meiner Hand eigentlich überhaupt noch als Handy bezeichnen? Oder sind in modernen Mobiltelefonen schon so viele andere Gerätekategorien vereint, dass die ursprüngliche Funktion als Telefon schon lange nicht mehr die Hauptrolle spielt?

Und so wird es wohl kommen, wie im Spielgel-Artikel geschrieben: “(…)Telefonieren wird ein beliebiges Feature mobiler Geräte.” In diesem Sinne: Das Handy ist tot, lang lebe das Handy.

Versteh’ einer die Marktforscher

Wer sich etwas mit der Materie beschäftigt, dem dürfte schon länger klar sein: reine PDAs sind auf dem Rückzug, der Trend geht in Richtung Smartphones. Egal ob man das nun gut oder schlecht findet.

Die Damen und Herren von Gartner scheinen das aber anders zu sehen. Denn laut deren Erhebungen sind die Absatzzahlen für PDAs stark gestiegen. Was aber wohl nicht daran liegt, dass tatsächlich mehr “reinrassige” PDAs vom Schlage eines Palm T|X oder Dell Axim X51 verkauft wurden. Sondern an der eigenwilligen Vorstellung der Marktforscher, was einen PDA ausmacht:

(…)die Marktforscher beschränken den Begriff PDA auf tragbare Computer mit weniger als einem Pfund Gewicht, die in der Regel mit zwei Händen benutzt werden und bei denen die Verarbeitung von Daten im Vordergrund steht, auch wenn man mit immer mehr Geräten dieser Klasse telefonieren und ins Netz gehen kann.

Außen vor bleiben in der Erhebung dagegen Smartphones, die nach Gartners Verständnis mit PDAs zwar (fast) alle Eigenschaften teilen, aber hauptsächlich zum Telefonieren benutzt werden. Geräte wie die Treo-Smartphones von Palm werden damit in der Statistik nicht berücksichtigt, während die Verkaufszahlen von Nokias E-Serie mit einfließen.

(Aus dem verlinkten Heise-Artikel)

Diese Definition zeugt ja nicht gerade vom Technikverständnis der Zahlenjongleure. Ich bin ja gespannt, wie viele Tage es dauert und ein anderes Marktforschungsunternehmen verkündet, der Absatz von PDAs sei weiter stark rückläufig…

Ene, mene, muh… Teil 2

Die letzten Tage habe ich ziemlich viel gegrübelt (ich wundere mich immer wieder, wie sehr ich mich in solche eigentlich nebensächlichen Dinge hineinsteigern kann). Und bin aber immer noch nicht wirklich schlauer.

Es ist ein gewisses Dilemma: einerseits habe ich es inzwischen zu schätzen gelernt, alle wichtigen Informationen von Kalender bis Wikipedia (fast) immer und überall in einem Gerät bei mir zu haben. Und dabei nicht nur Informationen abrufen, sondern auch bearbeiten und hinzufügen zu können. Andererseits sollte dieses “All-in-one-Gerät” möglichst kompakt, vor allem flach, sein, damit es in der Hosentasche bequem Platz hat. Und ich im Idealfall platz- und gewichtsmäßig gar nicht merke, dass ich da was mit mir rumtrage.

Nun schließen sich diese beiden Punkte aber zumindest teilweise aus. Ein Gerät, bei dem man leicht Informationen eingeben kann, hat entweder einen Touchscreen oder idealerweise eine QWERTZ-Tastatur. Dadurch wird es aber gezwungenermaßen größer, was sich wieder auf die “Transportfähigkeit” auswirkt.

Stellt sich also im Grunde die Frage, was mir wichtiger ist: möglichst klein und leicht und somit passend für jede Hosentasche. Oder komfortable Texteingabe per QWERTZ-Tastatur. Beides gleichzeitig geht schlecht. Ein Gerät wie das “Excalibur” von HTC kommt einem Kompromiss zwar relativ nahe, es ist ein paar Millimeter breiter als der Treo, dafür ein gutes Stück dünner. Allerdings gefällt mir das Design nicht besonders und manche Software, die ich am Palm zu schätzen gelernt habe, gibt es nicht für WinMobile-Smartphones. Ich hab z.B. noch keinen Outliner dafür finden können. Somit könnte es zwar evtl. den Treo ersetzten, aber den T3 und SDA würde ich immer noch behalten. Also keine wirkliche Option.

Generell ist eine wirkliche Ein-Geräte-Lösung für mich nicht in Sicht. Denn je nach Gerät würde ich immer noch einen “richtigen” PDA oder ein kleines Handy für die Kneipe dazu behalten.

Kämen wir also zur Möglichkeit, dass ich gleich PDA und kleines Handy kombiniere. Wobei sich dann bei mir die Nutzung des SDA als “halbes” Smartphone aufdrängt. Denn für Kalender, Adressen, Aufgaben, Mailabruf, Surfen reicht das SDA aus. Den T3 bräuchte ich nur für “Spezialaufgaben” wie eBooks, Videos, Fotos oder Anwendungen, für die es keine Software für das SDA gibt (z.B. den angesprochenen Outliner).

Somit scheint die Sache relativ klar: Das SDA als “abgespecktes Smartphone” für die alltäglichen Organisationsaufgaben und der T3 (oder vielleicht ein anderer Palm) für alles andere.

In dem Augenblich allerdings, in dem ich den Treo wieder mal zur Hand nehme, sind all diese Argumente wieder nichtig. Denn irgendwie gefällt er mir ja doch mit seiner Tastatur und den Möglichkeiten des PalmOS. Wenn er doch ein bisschen kompakter wäre, dann müsste ich nicht lange überlegen…

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c’t testet Tablets

Ein kleiner Hinweis für alle Tablet-PC-Interessierten: in der Ausgabe 4/2007 der “c’t” gibt es einen Test aktueller Tablet-Modelle. Die Zeitschrift liegt ab Montag am Kiosk (als Abonnent hab ich sie schon heute bekommen).

P.S.: Mein TC4400 schneidet dabei recht gut ab.

Palmfreund in Nöten

Einige von euch werden es schon mitbekommen haben: Bertram alias “Skybert” wurde von der Musikindustrie wegen eines “illegalen” Links abgemahnt. Die ganze Geschichte könnt ihr auf Bertrams Homepage und auch im Nexave-Forum nachlesen.

Ich empfinde es als eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, wie das an sich sinnvolle Mittel der Abmahnung immer wieder mißbraucht wird. Auch wenn es mir bei dem Gedanken graut, dass mein Geld letztlich bei einem Anwalt landet, der mit solch fragwürdigen Methoden sein Geld verdient, werde auch ich mich an der Spendenaktion für Bertram beteiligen. Und ich möchte euch ebenfalls dazu aufrufen.

Übrigens: eine gute Zusammenfassung über die Problematik des deutschen Abmahnwesens findet ihr bei abmahnwelle.de

Ene, mene, muh…

So, ich brauche mal wieder euren Beistand, da ich mal wieder mitten in einer Entscheidungsphase stecke. Um gleich auf den Punkt zu kommen: Die Frage ist: Treo 680 behalten und evtl. T3 verkaufen oder Treo 680 verkaufen und auf T3 umsteigen?

Die Gründe, warum ich überhaupt überlege, den Treo nach etwa einem Monat schon wieder in die Wüste zu schicken, sind vielfältig:

  • Ich hatte in den vergangenen Wochen so manchen Ärger mit dem Treo. Erst war die Sache mit dem Akku, nun das Problem mit der Speicherkarte. Da fällt es schwer, mit dem Gerät wirklich zufrieden zu sein.
  • Nach längerem Gebrauch stelle ich fest, dass der Treo, auch wenn nun die Antenne weggefallen ist, irgendwie doch ein klein wenig zu groß ist. Der Neo z.B. war ein paar Millimeter kürzer und dünner. Und bei Geräten diesen Formats können zwei, drei Millimeter hin oder her schon was ausmachen, was die “Hosentaschentauglichkeit” und Handlichkeit angeht
  • Dann gibt’s noch ein paar eher unwichtige Kleinigkeiten. Wie die Verarbeitung. Das Gehäuse des Treo ist doch etwas “glitschig” und kommt nicht so wertig wie das eines T3 oder Xda Neo rüber. Aber das sind Dinge, die mir wohl nur deshalb auffallen und einfallen, weil ich bewusst oder unbewusst nach Gründen suche, die den Treo schlecht aussehen lassen

Die genannten Gründe lassen mich schon seit ein paar Tagen grübeln. Es ist nicht so, dass der Treo 680 grottenschlecht wäre und ich völlig enttäuscht wäre. Aber der “diesen Palm nutze ich wirklich gerne”-Effekt mag sich nicht so recht einstellen.

Ausserdem stelle ich fest: der Treo vereint zwar im Grunde Palm und Handy, aber ich hab hier immer noch einen Palm und ein Handy zusätzlich rumliegen. Zumindest das Handy würde ich auf jeden Fall behalten, weil ich den Treo letzlich doch nicht überall mit hin nehmen möchte (abends in die Bar etwa). Auch den T3 würde ich wohl behalten, und sei es nur zum Lesen. Oder anders gesagt: Es ist eine Menge Kapital gebunden.

Andererseits fürchte ich, dass ich für den Fall, dass ich den Treo verkaufe und (wieder) auf Tungsten T3 und SDA umsteige, auch nicht 100%ig glücklich werde. Die Tastatur des Treo würde ich wohl spätestens dann vermissen, wenn ich wieder eine SMS mit T9 schreiben muss oder eine längere Notiz per Grafitti eingebe. Und einen vollwertigen Palm in der Hosentasche zu haben, das hat schon was.

Wenn ich ehrlich bin, brauche ich aber nur wenige Funktionen des Treo wirklich tagein, taugaus. Mails abrufen und auf pdaoptimierten Seiten surfen kann ich mit dem SDA auch. Meine Termine und Aufgaben immer zur Hand haben und daran kleinere Änderungen vornehmen, das klappt ebenfalls mit dem SDA. Und falls ich doch mal einen “richtigen” PDA brauche, habe ich den T3 meist doch in Griffweite (im Rucksack oder am Schreibtisch) oder ich weiß das vorher (z.B. weil eine Besprechung ansteht). Sprich: es dürfte wenige Situationen geben, in denen ich gerne meinen Palm zur Hand hätte, er aber gerade daheim am Schreibtisch liegt.

Nachteil der Kombi ist eben, dass ich zwei Geräte datenmäßig synchron halten muss, was bedeutet, dass ich beide täglich an den Rechner hängen darf.

Ja, ich weiß auch nicht so recht. Vielleicht sperre ich den Treo einfach mal ne Woche in die Schublade und teste, wie ich mit T3 und SDA auskomme. Oder ich mach’s, wie in der Überschrift angedeutet: Ene, mene. muh…

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