Ver-Apple-t

Nach dem etwas missglückten Neustart meines Blogs wird es mal wieder Zeit für ein Update. Deshalb ein paar Worte zu meinen derzeitigen Gadgegts.

Wir erinnern uns: als ich hier den letzten Artikel veröffentlichte, war ich noch mit einem Android-Smartphone unterwegs. Auf meinem Rechner lief Linux Mint und mein MP3-Player war ein Sansa Fuse.

Seitdem habe ich meine IT-Landschaft fast komplett umgekrempelt. Und bin nun fest in den Händen des Apple-Imperiums. Doch der Reihe nach:

Angefangen hat es im Juli letzen Jahres. Da schenkte ich mir selbst zum Geburtstag einen iPod Classic. Warum, weiß ich gar nicht mehr so genau. Es lag wohl daran, dass mir das manuelle Abgleichen der Musik mit dem Fuse zu mühsam war und ich außerdem feststellen musste, dass die maximale Lautstärke des Geräts nicht ausreichte, um am Kopfhörerausgang per Line-In angeschlossene Aktivlautsprecher angemessen zu beliefern. Ob das schon immer so war oder der Fuse unter Altersschwäche litt, kann ich im Nachhinein nicht sagen.

Mit dem iPod kam natürlich zwangsweise iTunes ins Spiel. Und damit war auch klar, dass Linux von meinem Rechner verschwinden müsste. Wobei iTunes nur ein weiterer Grund war, wieder auf Windows zu wechseln. Denn obwohl ich längere Zeit zu 90% mit Linux gearbeitet hatte, war ich an Windows doch nicht ganz vorbei gekommen. Für meine Steuererklärung hatte ich ein Windows in einer virtuellen Maschine, denn Steuer-Software gibt’s nach wie vor keine für Linux. Warum also nicht gleich zurück zu Windows, dann fällt die doppelte Systempflege und das Wechseln zwischen Betriebssystemen weg. Zudem war der Zeitpunkt günstig, um noch vor der Einführung von Windows 8 eine Windows 7-DVD zu ergattern.

Und so wurde ich in kurzer Zeit wieder zum Windows-Nutzer mit iPod. Das war der erste Schritt in Richtung Apple.

Der zweite Schritt sollte bald danach folgen. So ein iPad wäre doch was… Mit dem Gerät geliebäugelt hatte ich schon länger, war aber nach wie vor skeptisch, ob ich mich in den iOS-Käfig begeben sollte. Nachdem es bei Saturn eine Gutschein-Aktion gab, wurde ich schließlich weich und holte mir ein iPad (3. Generation, 32 GB, Wifi only). Nun hatte ich die Möglichkeit, iOS und Android zu vergleichen. Schließlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt ja noch mein Wildfire S.

Zum iPad holte ich mir dann über besagten Gutschein noch den Camera Connector, ging bei der kurz darauf anstehenden Urlaubsreise auf’s Ganze und nahm statt Netbook nur das iPad als Surfmaschine und Bilderspeicher mit.

Und das funktionierte sehr gut. Das Wildfire diente mir als mobiler Hotspot und mit dem iPad ließ es sich auf der Couch bequem surfen und die während des Tages geschossenen Fotos ließen sich auf einem großen Display betrachten. Kurzum: das iPad machte mir Spaß, nicht nur im Urlaub, sondern auch anschließend zuhause. Schritt zwei war also getan.

Kommen wir zu Schritt drei. Mittlerweile vom iPad an iOS gewöhnt verfolgte ich im Herbst letzten Jahres die Vorstellung des damals neuen iPhone 5. Mit dem Gedanken, ein iPhone zu kaufen, hatte ich ja durchaus schon öfter gespielt, mich dann aber immer wieder für andere Systeme entschieden. Nun, mit den iPad-Erfahrungen, war die Situation etwas anders als bisher. Die Tatsache, dass ich das schwachbrüstige Wildfire mittlerweile immer öfter an seine Grenzen brachte (z.B. kein interner Speicher mehr für neue Apps) und ich ein Angebot für ein gebrauchtes iPhone 4s erhielt, führte schließlich dazu, dass seit etwa einem Jahr auch mein Smartphone aus dem Hause Apple kommt.

Stand Herbst 2012 also: iPod – iPad – iPhone.

Auf meinem Rechner lief zu dieser Zeit immer noch das relativ frisch installierte Windows 7. Doch mit der Zeit wurde mir wieder bewusst, warum ich von Windows auf Linux umgestiegen war: Windows hat einfach einige Eigenarten, die mir immer wieder auf die Nerven gehen. Angefangen damit, dass ein Virenscanner Pflicht ist, der bei jeder Gelegenheit lautstark darauf hinweist, dass seine Signaturen nicht aktuell sind (statt sich einfach die aktuellen herunterzuladen – schließlich ist das Auto-Update aktiviert) und aufgehört damit, dass man unter Windows – im Gegensatz zu Linux – sich selbst um die Aktualisierung der Anwendungen kümmern muss (in dem Sinne, dass man meist nicht darauf hingewiesen wird, dass eine neuere Version zur Verfügung steht, und man die neuen Versionen einzeln herunterladen und installieren muss).

Mit diversen Apple-Produkten versorgt, hatte ich natürlich schon des öfteren den Gedanken gewälzt, ob ich auch beim Desktop- oder Mobilrechner auf ein Erzeugnis aus Cuppertino umsteigen sollte. Und vor wenigen Wochen habe ich es dann tatsächlich getan. Nach ein paar durchgrübelten Nächten klickte ich schließlich beim MacBook Air auf den Bestell-Button.

Das Air soll, sofern nach einer gewissen Eingewöhnungszeit nichts dagegen spricht, meinen Desktop-Rechner ersetzen. Ein Air als Desktop-Ersatz mag erstmal seltsam klingen, aber für meine Anforderungen reicht es vollkommen. Und mit dem MacBook muss ich nicht an den Schreibtisch, um beispielsweise diesen Artikel zu tippen, sondern kann das auch von der Couch aus tun. Ein Mobilrecher also vor allem für die Mobilität innerhalb der Wohnung.

Da ich das MacBook Air, wie gesagt, erst seit ein paar Wochen habe, möchte ich noch kein finales Statement dazu abgeben. Die Hardware gefällt mir gut, ich hatte vor allem bislang noch kein so leises Notebook erlebt. Da rattert dank SSD keine Festplatte und die Lüfter habe ich bislang auch noch kein einziges Mal gehört. Das Touchpad ist klasse, auch wenn mir noch nicht alle Wisch- und Tippgesten geläufig sind. Insbesondere was die Bedienung des Systems angeht, brauche ich wohl noch etwas Einarbeitungszeit, aber im Großen und Ganzen kam ich damit recht schnell zurecht.

Ein Weilchen wird hier der Windows-Rechner noch parallel zum MacBook in Betriebsbereitschaft bleiben. Aber bislang deutet wenig darauf hin, dass der vollständige Umstieg zum Air und somit MacOS nicht gelingen sollte. Steuerprogramme gibt’s ja mittlerweile auch für den Mac…

Somit wurde mein Gerätezoo also innerhalb eines Jahres komplett “ver-Apple-t”. Was iPod, iPad und iPhone angeht, möchte ich sagen, dass es die richtige Entscheidung war. Nach einem Jahr Nutzung bin ich mit diesen Geräten immer noch zufrieden. Mit dem MacBook Air und vor allem MacOS muss ich noch etwas Erfahrungen sammeln. Wer weiß, ob ich in einem Jahr nicht doch wieder bei Windows lande…?!?

Was in der Zwischenzeit geschah

In der Zeit zwischen meinem letzten Post 2010 und dem “Neustart” hat sich bei mir gadgetmäßig natürlich auch das eine oder andere getan. Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Ereignisse.

Von Symbian zu WebOS zu Android

Vom Nokia E71 stieg ich – eher aus Neugierde – im Sommer 2010 auf den Palm Pre um. Zumindest kurzzeitig, denn der Pre konnte mich damals nicht so ganz überzeugen. Mich störte erstmal die im Gegensatz zum E71 kurze Laufzeit und die schlechtere Tastatur. Ich weiß noch, wie ich bei meinen ersten Geocaching-Versuchen dem Pre sprichwörtlich dabei zusehen konnte, wie sich der Akku entleert…

So kam dann für eine Weile doch wieder das E71 zum Einsatz, bevor ich dem Pre eine zweite Chance gab. Das war zu der Zeit, als Palm/HP den Pre3 ankündigte und es so schien, als könnte aus WebOS vielleicht noch eine ernsthafte (= kommerziell erfolgreiche) Alternative zu iOS und Android werden. Ich hatte mich mit dem Pre zumindest so weit angefreundet, dass ich mir vorstellen konnte, bei Erscheinen auf den Pre3 umzusteigen. Und zwar weniger, weil ich vom Pre und WebOS restlos begeistert war, sondern eher aus “Markentreue” und weil ich Android und iOS eher skeptisch gegenüber stand.

Aber daraus wurde nichts. Denn es kam ja nahezu zeitgleich mit dem Erscheinen des Pre3 die Ankündigung von HP, keine WebOS-Geräte mehr bauen zu wollen. Damit war klar: WebOS war ein totes Pferd und mein nächstes Smartphone würde unter Android, iOS oder WindowsPhone laufen (müssen).

Am Ende meiner Entscheidungsfindung landete ich dann bei Android, genauer gesagt beim HTC Wildfire S. Dieses Gerät besitze ich nun seit Herbst 2011 und bin im Großen und Ganzen zufrieden damit. Ich vermisse zwar immer noch die Hardwaretastatur eines Pre oder E71, aber Dinge wie die bessere App-Auswahl, die kompakten Maße oder das bessere Display sprechen für das Wildfire.

So habe ich derzeit mit dem E71 und dem Pre zwei Smartphones, die ich langsam mal loswerden sollte, weil ich sie de facto nicht mehr nutze. Das Wildfire S hingegen ist mein täglicher Begleiter geworden, da es alles kann, was ich brauche – und noch ein paar nette Spielereien mehr.

Homeserver aufgebohrt

Mit dem Umstieg auf WebOS bzw. später auf Android stellte sich mir auch die Frage, wie ich meine Daten auf das Smartphone bekommen und damit synchronisieren kann. Da ich diversen Cloud-Angeboten immer noch sehr skeptisch gegenüber stehe, kam für mich nur eine Lösung in Frage, bei der die Daten in meinem Einflussbereich verbleiben.

Diese Lösung des Problems war schließlich eine Tine 2.0 Installation, die auf meinem Homeserver läuft.  Damit kann ich Adressen und Termine mit meinem Smartphone synchronisieren, ohne sie in die Wolke auslagern zu müssen. Nach ein paar Frickeleien insbesondere mit der ActiveSync-Schnittstelle läuft das mittlerweile sehr gut.

Mein Homeserver erhielt in der Zwischenzeit auch noch ein paar andere Updates und Upgrades, aber darauf möchte ich noch in einem eigenen Artikel eingehen.

Mein neuestes Gadget: Raumfeld Multiroom-Soundsystem

Auch dieses Thema möchte ich nur kurz anschneiden, ausführlichere Infos dazu folgen noch: Seit einigen Wochen stehen hier ein paar Gerätschaften aus dem Raumfeld-Produktkatalog. Zugegeben, das Ganze fällt eher in die Kategorie “nette Spielerei”, aber die Anschaffung war gewissermaßen die logische Folge daraus, dass ich meine Musiksammlung mittlerweile auf einer Netzwerkfreigabe liegen habe und mir das Gefriemel mit dem MP3-Player am AUX-Eingang der Stereoanlage noch nie gefallen hat.

Jetzt kann ich meine Musik über das heimische WLAN direkt an das Raumfeld-System streamen, das Ganze vom Smartphone aus steuern und meine Musik ohne “Turnschuh-Netzwerk” in mehreren Räumen genießen.

So viel also an dieser Stelle zu den wichtigsten hard- und softwaremäßigen Änderungen der letzten Zeit. Details folgen – wie an den entsprechenden Stellen angekündigt – demnächst.