PDA-Sommerinterview (5)

Im vorerst letzten Teil der kleinen Interview-Serie kommt heute koermit zu Wort.

Wie lange nutzt du schon PDAs/Smartphones?

Seit 2002. Zuerst einen von der Firma gestellten, danach (nach etwa 6 Monaten Pause) einen eigenen.

Welche PDAs/Smartphones hattest/hast du in deinem Besitz?

Sommer 2002 bis April 2003: einen Vx, gestellt von dir Firma. Ich bekam ihn aber nur, weil mein Außendienstkollege ihn nicht wollte.

Dezember 2003 – Februar 2005: Einen TE, die Einstiegsdroge. Nach 6 Monaten Abstinenz bei Aral.de bestellt.

Seit Februar 2005: Einen T5, ein schönes Gerät. Für mich immer noch der beste Palm-PDA. (Okay, Geschmäcker sind ja verschieden.)

Zu welchen davon hattest/hast du ein “besonderes” Verhältnis?

Der TE war schon nett. War ja mein erster Eigener. Ich habe ihn dann anschließend, als er schon nicht mehr in Gebrauch war, kurz vor Ablauf der Garantie noch an den Palm-Service geschickt, da der Einschalter geklemmt hat. Ich konnte es einfach nicht ertragen, dass er kaputt in der Ecke lag. Inzwischen trägt ihn meine Freundin nach.

Und der T5 natürlich. Mit dem TE habe ich nur gePimt. Mit dem T5 habe ich die weite Welt der Mobilen Arbeit entdeckt. Mehr dazu später. Und der T5 ist mir so wichtig, dass ich ihn nicht einmal gegen einen Treo eintauschen würde.

Was hat dich damals dazu bewogen, deinen ersten PDA/dein erstes Smartphone zu kaufen?

Meine Firma hatte 2 Geräte bei ebay ersteigert. Für den Außendienst. Ich war nur der Programmierer im Innendienst, der ab und zu mal vor die Tür kam. Aber weil mein Kollege ihn nicht wollte, habe ich ihn halt übernommen. (Nicht dass ich ihn nicht gewollt hätte.)

Und der Kauf meines ersten eigenen Palms war halt ein pures Zeichen meiner Entzugserscheinungen.

Wozu nutzt du deinen PDA/dein Smartphone heute hauptsächlich?

PIMS: ich verwalte dort meine Schüler und meinen Stundenplan inkl. Klassenbuch und Hausaufgabenkontrolle

Schule: Bonsai (Unterrichtsplanung), Noten (teste derzeit die Notenbox von awin (www.awin.de), Lexikas, …

Privates: MP3-Player

Internet: Mails, Chatten, ICQ, manchmal Web

Sonstiges: ebooks lesen, spielen eher selten

Wie sehr hat sich dein Nutzungsverhalten seit den Anfängen verändert?

Zu Anfang habe ich ihn quasi nur für die PIMS benutzt.

Erst später, mit dem Erwerb des T5s, hat sich mein Nutzungsverhalten radikal geändert (s.o.). Und seitdem mein S65 kaputt ist und ich ein neues Handy habe, welches keine Bluetooth-Probleme hat (das w810i von SE) nutze ich es noch intensiver, um online zu sein).

Welche PDA-Software ist für dich “must have”?

„Must have“, ist eh für jeden unterschiedlich. Aber du hast ja nach mir gefragt. Also:

  • Mobipocket: für die Wikipedia, dank an Toem, und meien ebooks, dank an Perry Rhodan ;)
  • upIRC und Verichat: zum Immer-erreichbar-sein
  • Agendus: okay, könnte auch DateBK sein, oder die eingebauten PIMS. Aber ich komme mit Agendus gut zurecht. Und dass er etwas langsam ist, stört mich nicht. Als Palm-Senior bin ich auch langsam. ;)
  • PocketTunes: wobei, da ich jetzt das Walkman-Handy-habe, nutze ich oft auch mein Handy zum Musik hören. Aber der Pugcast kommt mir immer auf den Palm. Und dann via Kabel ans Autoradio.
  • TomTom: Jetzt weiß ich immer, wo ich bin.

Auf welches Zubehör möchtest du nicht mehr verzichten?

1. Mein Handy (zählt es als Zubehör). Bin halt gerne Online.

2. Meine SD-Karte. Schade dass beim T5 bei 2G Schluss ist.

3. Mein Blue2Net für zuhause. Zum sofasurfen.

Ich habe noch mehr Zubehör, die GPS-Maus z.B., oder die Tastatur. Und eigentlich sind sie alle wichtig. Sonst hätte ich sie ja nicht.

Am unwichtigsten ist noch die Tastatur. Da ich mit G2 ziemlich gut zurecht komme.

Hast du in Zusammenhang mit PDAs/Smartphones schon einmal ein besonders lustiges, unangenehmes oder sonstwie ungewöhnliches Erlebnis gehabt?

Lustig? Ein Schüler von mir kam kurz vor Weihnachten mit einem Clie zur Schule und zeigte ihn mir. Wir haben uns ein wenig über notwendige Software und so unterhalten. Schüler sollen in der Schule schließlich auch sinnvolle Sachen lernen. ;)

Am letzten Tag vor den Ferien kam er mit seiner Freundin an mir vorbei. Und seine Freundin meinte zu mir: „Wir haben jetzt Ferien. Und mein Schatzi wird den ganzen Tag bei mir sein!“

Ich habe ihr daraufhin erklärt, dass er die ganze Zeit in den Ferien mit seinem Clie beschäftigt sein werde. Sie wollte es mir nicht glauben.

Am ersten Schultag nach den ferien kam sie wutentbrannt zu mir und schimpfte: „Sie und ihr blöder Palm. XXX hat überhaupt keine Zeit für mich gehabt!“ ;)

Hast du Erfahrungen mit verschiedenen mobilen Betriebssystemen gemacht? Wenn ja, welches ist dein persönliches “Lieblings-OS”?

Nein, keine Sonstigen Erfahrungen. Wie heißt es doch gleich in der Bibel: „Du sollst keine anderen OS neben mir haben!“

Nutzt du ausser deinem PDA/Smartphone noch andere mobile Geräte wie iPod, PSP…?

Nein.

Wie siehst du die nächsten 5 Jahre am PDA- und Smartphone-Markt? Wohin wird er sich entwickeln? Welche Technologien werden auf uns zukommen?

Hm, keine Ahnung. Ich tippe auf OLED-Displays. Oder virtuelle Displays. Aber wenn ich das wüsste, würde ich sie entwickeln und zum Patent anmelden. ;)

Wenn du deinen Traum-PDA/-Smartphone zusammenstellen könntest: Wie würde das Gerät aussehen (die technische Realisierbarkeit mal aussen vor gelassen)?

Okay, dann will ich mal:

  • Speicher in Massen ist nicht wichtig. Aber das Betriebssystem sollte so ausgelegt sein, dass es keine Grenzen bei der Speicherkartengröße kennt. Allerdings wäre eine interne „SD-Karte“ wie beim T5 weiterhin nett.
  • Virtuelles Display, ähnlich wie bei der virtuellen Tastatur.
  • Kombiniert mit einem (eingebauten) Mini-Beamer zum Anwerfen des Bildes an die Wand.
  • GPS, Bluetooth, WLan, UMTS, … selbstverständlich eingebaut. Vielleicht in modularer Bausweise zum Austauschen.
  • Eingebaute Tastatur muss nicht sein. Ich komme mit G2, wie gesagt, klar.
  • Eingebauter Notfallknopf für Palm-Senioren
  • Stichwort „modulare Bausweise“: ich weiß, es geht nicht, aber schön wäre es, wenn man sich seinen Palm online zusammenstellen könnte. Wie das bei Dell-PCS auch ist.
  • Mehrer Bluetooth-Verbindungen, inkl. eingebauter Verbindung zum Bluetooth-Kopfhörer (zum Musikhören) (Okay, ich weiß, gibt es inzwischen.)
  • Softwaretechnsich so, dass er z.B. automatisch einen Hotsync startet, wenn er in Funkreichweite zum PC kommt.
  • PIMS in 2 Stufen ausgerüstet: eine schnelle, zum schnellen Eingeben von Terminen, etc. Und eine erweiterte PIM-Stufe, die langsamer ist, aber mehr bietet. (Ich nutze derzeit Agendus als langsame PIM-Anwendung. Und ein schnelles Eingeben mache ich via den eingebauten PIMS.
  • to be continued. (Ich hoffe, ich kann meinen Steckbrief bearbeiten.) ;)

Gibt es etwas, das du uns noch sagen möchtest?

Ja, mehreres:

  • Was für ein Gerät holst du dir als nächstes, bubu?
  • Palm-User über 30! Join the SPUG. We need you!
  • Was macht eigentlich ein Froschwart?
  • Warum verweisen bei nexave immer alle auf die Suche und müllen damit die Threads zu. Und anschließend beschwert sich wieder jeder, dass es kaum noch aktuelle Postings gibt. Nexave ist ein geniales Forum, welches auch mir als Neuling geholfen hat. Also: vergrault die Neulinge nicht gleich wieder. Sie könnten sonst auf die Idee kommen und sich als nächstes einen PocketPC kaufen. ;) Oh, ich sehe gerade, dass goocy etwas Ähnliches geschrieben hat. Macht aber nichts.
  • Grüße an all meine Schüler, die dieses hier lesen. Und jetzt seid liebe Schüler und kauft euch einen Palm. Okay?

Und als letztes noch: I love nexave. Danke an das nexave-Team.

Vielen Dank für das Interview! Und momentan weiß ich noch nicht, welchen Palm ich mir als nächstes kaufen werde… ;)

Welcome back

Ich hatte zwar schon einige Palms, aber bisher noch keinen ein zweites Mal. Doch nun ist es so weit: seit Freitag hab ich wieder einen Tungsten T3.

Auch wenn ein T5 einen Laufwerksmodus hat und ein TX Wlan und doppelt so viel RAM: meiner Meinung nach ist und bleibt der T3 bis auf weiteres der beste PDA aus dem Hause Palm. Kein billiges Plastikgehäuse, kompakte Maße im zusammengeschobenen Zustand, Rechenpower ohne Ende, kein Rauschen im Kopfhörerausgang. Einfach ein gutes Gerät.

Dank meines PUG-Kollegen Tom bin ich an ein äußerst gut erhaltenes Gerät gekommen, das mir nun bei der AvantGo-Lektüre und als Musikwecker viel Spaß bereitet.

Manchmal war früher eben doch manches besser… ;)

TC4400 Review Update

Hier noch zwei Ergänzungen zu meinem TC4400 Review:

Akkulaufzeit:

Gestern abend (bzw. gestern nacht) habe ich mal einen Test der Akkulaufzeit durchgeführt. Testbedingungen: Displayhelligkeit auf mittlerer Stufe, Bluetooth und Wlan an. Während des Tests habe ich das Gerät ausschließlich im Tablet-Modus genutz und hab gechattet, gesurft und etwas in Outlook herumgeklickt. Der Rechner war also die meiste Zeit beschäftigt, lief aber nicht auf Volllast. Hier das Testprotokoll:

21:00 Uhr: Test beginnt. Akkuanzeige sagt “5:29 Stunden (97%) verbleibend”

22:00 Uhr: “4:28 Stunden (81%) verbleibend”

23:00 Uhr: “3:50 Stunden (64%) verbleibend”

0:00 Uhr: “2:21 Stunden (46%) verbleibend”

1:00 Uhr: “1:29 Stunden (27%) verbleibend”

2:00 Uhr: “36 Minuten (10%) verbleibend”

2:12 Uhr: Es erscheint die Warnmeldung, dass der Batteriestand sehr niedrig sei und man schleunigst das Netzteil anstöpseln sollte. Kurz zuvor war die Restkapazität noch bei etwa 7%.

Insgesamt hat der Akku also gute 5h druchgehalten. Hätte ich BT und Wlan noch ausgeschaltet, wäre wohl noch etwas mehr drin gewesen. Natürlich ist mein Test nicht repräsentativ und auch nicht 100% genau, aber ein grober Richtwert ist es allemal.

Fingerabruckleser:

Hier hatte ich im Review geschrieben, dass es mir noch nicht gelungen sei, meine Fingerabdrücke zu registrieren. Das ist mir inzwischen gelungen, und es ist sogar recht einfach, wenn man weiß, wie. Bei den ersten Versuchen habe ich mich dummerweise an die beiliegende Anleitung gehalten ;) , die davon spricht “langsam mehrmals über das Fingerabruck-Lesegerät” zu streichen. Nur so funktioniert es eben nicht. Stattdessen muss man eher flott und nicht zu fest über den Sensor streichen, etwa so, als wollte man ein Staubfussel vom Sensor wischen. Dann klappt die Erkennung sehr gut, und nach etwa viermaligem Über-den-Sensor-Streichen ist der entsprechende Fingerabruck vollständig erkannt. Die Anmeldung an Windows per Fingerabruck funktioniert dann auch bestens.

Fundstück

Was entdecke ich denn da beim Aufräumen meiner Festplatte: Zwei Bilder von meinem ersten Palm, dem Clie SJ30:

Da kommen doch gleich wieder Erinnerungen an die “gute alte Zeit” auf, als ich noch nicht alle 4 Monate meinen Palm wechseln musste… ;)

Große Pläne

Nun, da ich meine Klausuren hinter mir habe, kann ich mich endlich wieder mehr meiner Homepage widmen. Ich hab da so einige Ideen, was ich anders gestalten und hinzufügen könnte. In den nächsten Tagen und Wochen wird sich da einiges tun, lasst euch überraschen.

TC4400 Review

Nach ein paar Tagen mit dem TC4400 von HP wird es Zeit für ein Review:

Eckdaten:

Centrino Duo 1,8 GHz, 512MB Ram, 80GB HD, 12,1″ Display mit aktivem Digitizer, Bluetooth, Wlan, IR, 3xUSB, Gigabit-Ethernet; Gewicht 2,1 kg, Maße: 28,5×24,5×3,7cm.

Lieferumfang:

Ausser dem Tablet PC an sich ist nicht mehr besonders viel im Karton: Netzteil, Stift, ein Modem-Kabel und ein paar Handbücher, das war’s dann auch schon. Recovery-Discs sind nicht dabei, die muss man selbst erstellen. Dazu später mehr.

Gehäuse und Anschlüsse:

Das Gerät kommt in schlichtem, mattem Schwarz daher. Das Gehäuse macht einen wertigen und stabilen Eindruck und ist sehr verwindungssteif. An der Vorderseite befinden sich 4 LEDs zur Anzeige von: Wireless an/aus, Gerät an/aus, Akkuladezustand und Festplattenzugriff. Sind BT und Wlan an, leuchtet die LED ganz links blau; wird der Akku geladen, leutet die zugehörige LED orange, ist er voll, leuchtet sie grün.

LEDs an der Vorderseite

An der von vorne gesehen rechten Seite befinden sich Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer, ein USB-Anschluss, SD/MMC-Kartenleser und ein Smartcard-Einschub.

Rechte Seitenansicht

An der linken Seite befindet sich der Lautsprecher (ja, davon gibt’s nur einen), Ein/Ausschalter (oder besser gesagt -Schieber), ein weiterer USB-Anschluss, der Wireless-Knopf, mit dem BT und Wlan ein- und ausgeschaltet werden können, ein Info-Button (mit dem das “HP Info Center” gestartet wird) und ein Lüftungsschlitz.

Linke Seitenansicht

Auf der Rückseite ist dann der letzte von den 3 USB-Steckern zu finden, ebenso der Modem- und Ethernet-Anschluss, VGA- und S-Video-Ausgang sowie der Stecker für das Netzteil.

Rückansicht

In der Displayeinheit ist dann noch ein Jog-Dial, ein “Strg+Alt+Entf”-Button, ein Fingerabruckleser und drei, nur per Stift bedienbare, Schnellstarttasten angebracht. Der Stift findet seinen Platz ebenfalls im Displayrahmen, ausserdem ist dort noch das Mikrofon angebracht, direkt neben dem Drehgelenk

Display des TC4400

Tastatur und Touchpad:

Die Tastatur hat normale, 19x19mm große Tasten, die eine leicht rauhe Oberfläche haben. Über die FN+entsprechende Taste lassen sich spezielle Funktionen wie Displayhelligkeit rauf/runter einfach erreichen. Am oberen Rand der Tastatur sind auch noch Tasten zu Lautstärkeregelung und die Präsentations-Taste angebracht. Mit letzterer kann man schnell auf Einstellungen für Präsentationen (Energieschema, Monitoreinstellungen) zugreifen.

Tastatur des TC4400

In der Mitte der Tastatur befindet sich ein Pointing-Stick, der zusammen mit den Tasten unterhalb der Leertaste als Mausersatz fungiert. Wer es lieber klassich will, kann ebenso das Touchpad nutzen.

Auf der Tastatur schreibt es sich, wie ich finde, recht angenehm. Der Pointing-Stick funktioniert auch, allerdings bin ich das Touchpad zu sehr gewöhnt, so dass ich meist dieses nutze. Wobei ich für den Notebook-Betrieb sowieso eine schnurlose Maus habe (die sich ohne zusätzlichen und störenden Empfänger per Bluetooth mit dem Tablet verbindet).

Display:

Das Display verfügt, wie schon erwähnt, über einen aktiven Digitizer. Das heißt, es kann nur mit einem speziellen Stift darauf geschrieben werden. Es ist nicht druckempfindlich wie die Displays der PDAs, somit stört eine aufgelegte Handfläche nicht. Die Genauigkeit der Stifteingabe ist insofern ein klein wenig ungenau, da der Cursor/die “virtuelle Stiftspitze” nicht immer exakt an der Stelle ist, an der sich die Spitze des Eingabestifts befindet, sondern meist etwa 0,5-1mm daneben/darunter. Das hört sich aber schlimmer an als es ist.

Die Helligkeit des Displays kann, wie erwähnt, über die Tastatur verändert werden. Befindet man sich im Tablet-Modus (Display auf die Tastatur geklappt), lässt sich die Helligkeit (und auch die Lautstärke und andere Dinge) über das sog. “Q-menu” ändern. Dieses Menü erreicht man, indem man mit dem Stift die mit “Q”-Beschriftete Fläche an der Seite des Displays berührt. Daneben befinden sich noch zwei weitere “virtuelle Knöpfe”, über die man mit dem Stift das Display drehen kann (von Landscape in Portait und umgekehrt) und den Tablet PC-Eingabebereich aufrufen kann. Die Helligkeit kann von sehr dunkel bis sehr hell über einen, wie ich finde, recht großen Bereich eingestellt werden. Mit einer niedrigen Helligkeit verlängert sich natürlich auch die Akkulaufzeit, allerdings ist die niedrigste Stufe schon etwas arg dunkel. Auf höchster Beleuchtungsstufe lässt es sich auch in hellen Räumen gut arbeiten, im Freien habe ich die Ablesbarkeit jedoch noch nicht getestet.

Schnellstartbuttons am Displayrand

Ich habe keinen Vergleich mit anderen Tablet PC-Displays, finde aber die Darstellungsqualität subjektiv recht gut. Auch ist die Ablesbarkeit wenig vom Blickwinkel abhängig. Man kann das Display also auch noch gut ablesen, wenn man schräg darauf schaut.

Geschwindigkeit:

Mit 1,8 GHz und 512MB RAM ist der TC4400 gut unterwegs. Es lässt sich recht flüssig damit arbeiten, Wartezeiten gibt es selten. Allerdings nutze ich hauptsächlich Office-Programme, die naturgemäß weniger rechenintensiv sind. Ich werde aber wohl früher oder später den Arbeitsspeicher auf 1GB (oder mehr) aufrüsten, denn davon kann man unter Windows nie genug haben ;)

Lautstärke, Wärmeentwicklung:

Angenehm ist, dass der Lüfter relativ selten anspringt, wenn man “normal” mit dem Tablet arbeitet. Und wenn er mal bläst, dann meist kurz und angenehm leise. Insgesamt ist der TC4400 recht leise, so dass er auch den Nachbarn in der Bibliothek nicht sonderlich stören dürfte.

Nach längerem Betrieb wird das Gehäuse zwar nicht heiß, aber doch gut handwarm. Das jedoch auch nur an bestimmten Stellen (gerne auch dort, wo sich die Antennen für BT und Wlan befinden). Natürlich hängt die Wärmeentwicklung auch von der Umgebungstemparatur und der vom Gerät geforderten Rechenleistung ab. Der TC wurde allerdings noch nie so warm, dass ich Angst hätte haben müssen, mir Verbrennungen zuzuziehen, wenn er auf meinem Schoß/auf meinem Arm lag.

TC4400 im zugeklappten Zustand

Sonstiges:

Wie ganz zu Anfang erwähnt, werden keine Recovery-CDs oder -DVDs mitgliefert. Nach dem erstmaligen Einrichten des Systems wird man jedoch dazu aufgefordert, mit dem vorinstallierten “HP Backup and Recovery Manager” ein Set von Wiederherstellungs-Discs zu erstellen. Es empfielt sich also, ein externes CD- oder DVD-Laufwerk bereitzuhalten, um die Datenträger für den Notfall zu erstellen. Bei mir waren das immerhin 13 CDs, die zu brennen waren. Also auch davon einen genügend großen Vorrat ins Haus schaffen ;)

Dank des “HP Credential Manager” kann man sich auch mit seinen Fingerabdrücken am System anmelden. Allerdings ist es mir bisher nicht gelungen, meine Fingerabrücke erfolgreich zu registrieren. Ich hab auch noch nicht herausgefunden, warum.

Ausser ein paar zusätzlichen (Sicherheits-)Programmen von HP ist die Softwareausstatung auf’s Nötigste begrenzt, lediglich eine 30-Tage-Testversion von Norton Internet Security ist noch vorinstalliert. Schließt man ein externes DVD-Laufwerk an, kann man optional noch eine DVD-Abspielsoftware installieren.

Fazit:

So, das waren nun erst mal meine Eindrücke zum TC4400. Nach den ersten Tagen bin ich recht zufrieden mit dem Gerät. Je länger ich damit arbeite, und je mehr Kapitel ich in “Seize the work day” lese, desto mehr bin ich vom Tablet PC-Prinzip überzeugt. Die intuitive Bedienung per Stift ist einfach ein völlig anderes und angenehmes Computer-Erlebnis.

Größenvergleich mit einem DIN A4-Schreibblock

Auch mit der Verarbeitung, Ausstattung und Leistungsfähigkeit des TC4400 bin ich sehr zufrieden. Über die Akkulaufzeit kann ich noch recht wenig sagen, aber die Herstellerangabe von 5h könnte durchaus hinkommen.

Falls noch Fragen bestehen, könnt ihr ja gerne einen Kommentar hinterlassen!

Spontankauf = Fehlkauf?

Nun, so schlimm ist es nicht, aber so recht mag ich die Begeisterung für den Zodiac nicht teilen.

Versteht mich nicht falsch: die Hardware ist super: spitzen Verarbeitung, klasse Display, Stereolautsprecher, die richtig Krach machen, zwei SD-Kartenslots…

Was mich stört, ist das “Palm-untypische” Handling: so machen manche Anwendungen entweder im Hoch- oder Querformat Zicken (werden z.B. nicht richtig dargestellt). Ausserdem dreht der Zodiac das Display gerne wieder ungefragt in den Landscape-Modus, wenn man eine Anwendung verlässt und zur nächsten springt. Dann muss man das Gerät erst wieder in der Hand drehen…

Für Zocker und Multimedia-Freaks ist der Zodiac sicher erste Wahl, aber meine Präferenzen liegen dann wohl doch woanders. Deshalb sehe ich mich momentan nach einem T3 um, der dürfte wohl das geeignetere Gerät für mich sein.

“PDA on steroids”

Was hat 512 MB RAM, Bluetooth, Wlan, SD-Kartenslot und wird per Stift bedient? Es ist frei nach Michael Linenberger ein “PDA on steroids”, ein Tablet PC.

Einen solchen habe ich seit gestern Nachmittag. Und zwar den TC4400 von HP:

Damit habe ich nun hoffentlich einen Computer, der den Papierberg am Schreibtisch etwas eindämmt. Und den ich, im Gegensatz zum Palm, auch an der Uni sinnvoll einsetzen kann (mitschreiben, programmieren…)

Einen ausführlicheren Bericht gibt’s in ein paar Tagen. Entweder hier oder bei tablet-it.de.

Da isser (endlich)!

Wurde ja auch Zeit:

Hermes hat mal wieder ganze drei Werktage gebraucht, um ein popeliges Paket zuzustellen…das war definitiv das letzte Mal, dass ich mir über diesen Verein was zuschicken habe lassen.

An dieser Stelle noch ein Danke an xam für die problemlose Abwicklung des “Deals”.

PDA-Sommerinterview (4)

In seiner Ideenecke bloggt er über Gott und die Welt (und seinen Zodiac), und er hat sich freundlicherweise bereiterklärt, bei meiner kleinen Interview-Serie mitzumachen: goocy. Hier ist das Ergebnis:

Wie lange nutzt du schon PDAs/Smartphones?

Seit Mitte 2002.

Welche PDAs/Smartphones hattest/hast du in deinem Besitz?

Einen Visor Handspring Deluxe, einen Palm IIIc und einen Tapwave Zodiac.

Zu welchen davon hattest/hast du ein “besonderes” Verhältnis?

Zu allen natürlich. Immer wollte ich auch noch das letzte aus den Geräten herausholen, von 3D-Grafik am Visor bis hin zu MP3s und Kamerafunktionen am IIIc.

Was hat dich damals dazu bewogen, deinen ersten PDA/dein erstes Smartphone zu kaufen?

Die kleine Datenbank, die ich für Aufzeichnungen verwendet habe, hatte eine Gummitastatur, schlechte Auflösung und ein sehr unflexibles Betriebssystem. Aus Frustration darüber wurde dann der Visor (für umgerechnet 160 Euro) gekauft.

Wozu nutzt du deinen PDA/dein Smartphone heute hauptsächlich?

Fahrradnavigation, mobiles Internet, Kalender- und Notizdaten. Ab und zu kommen auch die Multimediafunktionen noch zum Einsatz.

Wie sehr hat sich dein Nutzungsverhalten seit den Anfängen verändert?

Viele Jahre war der Palm für mich ein sehr guter ebook-Reader, die Upgrades waren immer mit einer deutlichen Verbesserung der Lesequalität verbunden (s/w auf Farbe, LowRes auf HiRes+). Nachdem sich wegen der Dauernutzung der Akku verbraucht hat, habe ich die MP3s aufgegeben, durch das Studium habe ich auch auf die ebooks verzichtet. Meine Spielephase ist auch nachhaltig vorbei – ich kann wirklich behaupten, jedes Genre einmal ausprobiert zu haben. Von Tetris bis zur Playstation-Emulation war alles dabei ;)

Welche PDA-Software ist für dich “must have”?

Natürlich die mitgelieferten Funktionen, Kalender, Notizen, Alarm. Als einzig unverzichtbare Drittsoftware würde ich den PicselBrowser bezeichnen, der mir Office-Kompatibilität und komfortables Surfen ermöglicht. Wäre ich öfter online, würde ich auch noch das grandiose Paket Snappermail anführen.

Auf welches Zubehör möchtest du nicht mehr verzichten?

Ich bin Student, da hat man kein Geld für Zubehör ;) Aber auf eine GPS-Maus würde ich gerne nicht verzichten wollen…

Hast du in Zusammenhang mit PDAs/Smartphones schon einmal ein besonders lustiges, unangenehmes oder sonstwie ungewöhnliches Erlebnis gehabt?

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Hast du Erfahrungen mit verschiedenen mobilen Betriebssystemen gemacht? Wenn ja, welches ist dein persönliches “Lieblings-OS”?

Meine Erfahrungen mit anderen Betriebssystemen sind beschränkt – was vor allem daran liegt, daß die PalmOS-Geräte ein spitzenmäßiges Preis-Leistungs-Verhältnis haben – und ich mir weniger Funktionalität (wie in Symbian-”Smartphones”) einfach nicht leisten kann.

Nutzt du ausser deinem PDA/Smartphone noch andere mobile Geräte wie iPod, PSP…?

Der iPod ist unverzichtbarer Wegbegleiter geworden, ein kompaktes und unempfindliches Gerät mit viel Ausdauer. Allerdings habe ich Apple nur mit einem Kauf beehrt, weil sie die ersten waren, die einen so großen Flash-MP3-Player verkauft haben. Würde ich derzeit nochmal die Entscheidung treffen müssen, fiele die Wahl auf einen Sansa e200.

Wie siehst du die nächsten 5 Jahre am PDA- und Smartphone-Markt? Wohin wird er sich entwickeln? Welche Technologien werden auf uns zukommen?

Die “Featuritis”, also der Wunsch, immer mehr Funktionen in einem Gerät vereinigt zu sehen, wird sich weiter ausweiten. Das wird auf dem Smartphonemarkt zu mäßig klobigen, sehr teuren Alleskönnern führen. Während auf dem PC-Software-Markt die Funktionen immer weiter vernetzt werden (z.B. Geotagging, also das Einfügen von GPS-Metadaten, in Fotos), werden die einzelnen Funktionen auf mobilen Systemen mehr oder weniger optimiert einzeln vor sich hin vegitieren. Die Folge dieser Entwicklung ist bereits jetzt in Ansätzen zu erkennen – neue Produktreihen, die sich durch extrem kompakte, spezialisierte und damit sehr optimierte Geräte (schönes Beispiel ist ein kleines Wlan-Skype-Handy) auszeichnen, werden sich aus den Marktlücken schälen und damit den Massenmarkt erobern.

Wenn du deinen Traum-PDA/-Smartphone zusammenstellen könntest: Wie würde das Gerät aussehen (die technische Realisierbarkeit mal aussen vor gelassen)?

Das ist jetzt die Frage nach dem technischen Alleskönner ;) Abgesehen davon, daß ich mir ein solches Gerät nicht leisten könnte und es nicht in meine Tasche passen würde… hätte ich gerne einen Treo650 (also Smartphone mit guter Tastatur und ausgefeilter Einhand-Bedienung) mit eingebautem GPS für die Navigation und Wlan zum Skyp’en.

Gibt es etwas, das du uns noch sagen möchtest?

Auch Anfänger sind stolz auf ihre “kleinen” Organizer. Ab und zu ist in der Palmgemeinde ein gewisses elitäres Gefühl zu spüren, wenn Mitglieder mit den Spitzengeräten sich zusammenrotten und ihre speziellen Probleme besprechen. Zwar habe ich so etwas selten bemerkt, aber auch Ansätze können ein familiäres Klima vergiften. Mein Wunsch richtet sich daher auf ein wenig mehr Offenheit und Toleranz für die Zukunft.

Vielen Dank für das Interview!