Linuxtag 2009 für Daheimgebliebene

Nicht jeder kann (oder will) zum Linuxtag 2009 nach Berlin kommen. Doch dank folgender Angebote lässt sich das Treiben auf der Open Source-Veranstaltung auch vom Rechner aus verfolgen:

Linuxtag zum Anhören

RadioTux sendet einen Livestream vom Linuxtag. Die geplanten Beiträge sind im Sendeplan festgehalten (der sich allerdings noch ändern kann).

Linuxtag zum Nachlesen

Das Linux-Magazin hat ein Special zum Linuxtag eingerichtet, in dem Nachrichten zur Veranstaltung gesammelt werden.

Heise Open bietet zwar (noch?) kein Special an, hat aber auch bereits einige Artikel zum Linuxtag veröffentlicht.

Das war’s erst mal. Falls ich noch weitere Angebote entdecke (oder von euch darauf hingewiesen werde), werde ich die Liste ergänzen.

Hallo Planet!

Die aufmerksamen Leser des Ubuntuusers-Planeten werden es schon bemerkt haben, dass da gestern ein neues Blog in der Liste auftauchte. Es handelt sich dabei um mein linux-bezogenes Webtagebuch, welches sich schlicht und einfach so nennt wie seine URL: pda-und-co.de/linux.

Kurz zu meiner Person und meinem Blog: Über Linux blogge ich seit November 2008, jedoch beschäftige ich mich schon etwas länger mit dem freien Betriebssystem (über meinen Umstieg zu Linux habe ich in der Blogparade was geschrieben). Erste Gehversuche hatte ich schon vor einigen Jahren mit SuSE und Knoppix unternommen, doch so wirklich geklappt hat es dann erst vor ~1,5 Jahren mit Ubuntu 7.10.

Seitdem bin ich dieser Distribution treu geblieben, wenngleich ich auch gerne andere Linuxversionen ausprobiere. So habe ich derzeit Ubuntu 9.04 auf einem Samsung NC10 installiert, daneben openSuse 11.1 und Mandriva 2009 auf einem HP TC4400 (und auf beiden noch das nicht ganz entbehrliche Windows XP) und auf einem zum Homeserver umfunktionierten Eee 701 läuft die Server-Version von Ubuntu 8.10.

Meine Blogartikel entstehen meist aus Problemen und Erfahrungen im alltäglichen Umgang mit Linux. Diese schreibe ich nieder, weil ich einerseits hoffe, anderen zu helfen, die auf das gleiche Problem stoßen und andererseits auch als Nachschlagewerk für mich selbst ;)

Ich freue mich über die Aufnahme in den Planeten und hoffe, dass ich in Zukunft einige informative und hilfreiche Artikel beitragen kann.

NC10 und Ubuntu: nun doch Wlan im Akkubetrieb

Vor ein paar Tagen hatte ich berichtet, dass mein NC10 keine Wlan-Verbindung herstellen möchte, wenn es im Akkubetrieb unter Ubuntu hochgefahren wird. Doch diese Aussage muss ich nun revidieren bzw. relativieren.

Wie kam es überhaupt zu meiner Behauptung? Nun, ich schaltete damals das NC10 ein, ließ Ubuntu hochfahren, und hatte keine Wlan-Verbindung. Auch nach einem Reboot das selbe Ergebnis. Dann Netzteil angesteckt und hochgefahren – Wlan da. Booten ohne Netzteil – Wlan weg. Der Fehler war also zu diesem Zeitpunkt reproduzierbar.

Doch heute genau das Gegenteil: ich schalte das NC10 im Akkubetrieb ein, fahre Ubuntu hoch – und die Wlan-Verbindung steht. Gleich nochmal probiert – geht auch beim zweiten Bootvorgang.

Also hoffe ich einfach, dass die Wlan-Aussetzer die Ausnahme waren und bleiben. Ob es irgendwelche Zusammenhänge zwischen funktionierendem oder nicht funktionierendem Wlan und anderen Faktoren gibt, werde ich beobachten…

Blogparade – Mein Umstieg zu Linux

Der Blogparade von Roland möchte ich mich auch gerne anschließen und euch ein wenig über meinen Umstieg zu Linux erzählen.

Warum seid ihr auf ein anderes Betriebssystem umgestiegen?

Da gibt es mehrere Gründe: einerseits, weil Windows einige nervige Eigenschaften hat (die ich jetzt nicht alle breittreten will), mir der Gedanke der offenen und freien Software gefällt und ich schon immer einen Hang zu Dingen abseits des Mainstreams hatte.

Habt ihr euch stark über andere Möglichkeiten informiert?

Wenn man “Möglichkeiten” auf die zur Wahl stehenden Linux-Distributionen bezieht, dann ja. Die Wahl der “richtigen” Distribution kann für einen Einsteiger ziemlich verwirrend und frustrierend sein. Anhand einiger Linux-Zeitschriften und Internetseiten habe ich mich relativ lange auf meinen Umstieg vorbereitet. Meine Wahl fiel dann auf Ubuntu, nachdem ich mehrere Distributionen per Live-CD getestet hatte, weil es (damals mit Version 7.10) am besten mit meiner Hardware zusammenarbeitete. Mittlerweile habe ich mehrere Linuxe auf meinen Rechnern installiert, neben Ubuntu sind das momentan OpenSuse und Mandriva.

Als mögliche Alternative zu Windows hatte ich auch mal MacOS im Blick, doch das noch geschlossenere Ökosystem bei Apple brachte mich relativ schnell wieder davon ab.

Der Umstieg dauerte damit bei mir auch relativ lange, und komplett bin ich auch jetzt noch nicht auf Linux umgestiegen. Aber wozu auch die Eile, wenn Windows und Linux nebeneinander auf der Platte existieren können?

Was war schlussendlich der Grund für den Umstieg?

Die Tatsache, dass Linux mittlerweile auch von weniger versierten Nutzern zu bedienen ist und die Hardwareunterstützung stark verbesser wurde. Diese beiden Punkte hatten mich bei meinen ersten Gehversuchen mit Linux noch abgeschreckt.

Was war vorher schöner, besser, schneller, toller?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ob nun unter Windows manches oder vieles besser war/ist, ist die eine Frage. Auf jeden Fall ist Windows für mich immer noch das vertrautere System, wo ich ohne lange nachzudenken weiß, wo ich was einstellen muss usw. Bei Linux muss ich manchmal noch grübeln oder Google bemühen.

Und da Windows immer noch das “Standard-Betriebssystem” ist, bekommt man manche Software eben nur für Windows, und manche verbreitete Microsoft-Formate wie Word oder Excel machen unter anderen Systemen Probleme.

Was ist jetzt besser, schneller, schöner, toller?

Mir gefällt auf jeden Fall das Gefühl, ein “exotisches” Betriebssystem zu nutzen, welches eben nicht jeder auf seinem Rechner hat :D

Ausserdem mag ich Dinge wie die Paketverwaltung, mit der sich einfach neue Software installieren lässt, die riesige Auswahl an Programmen, für die ich keinen Cent bezahlen muss. Und nicht zuletzt die Tatsache, dass ich unabhängig von einem Großkonzern und dessen Produkt- und Lizenzpolitik bin. Mit Linux fühle ich mich einfach freier ;)

Bereut ihr euren Umstieg?

Nein.  Zwar hat mich der Umstieg einiges an Zeit und Mühen gekostet, aber ich würde es jederzeit wieder tun.

Würdet ihr Anderen diesen Umstieg empfehlen?

Nicht jedem. Wer nicht bereit ist, sich intensiver mit seinem Rechner auseinander zu setzen und/oder sich auf eine andere Philosophie einzulassen, sollte bei Windows bleiben oder einen Mac nutzen. Deshalb sehe ich auch nicht ein, warum man Nutzer anderer Betriebssysteme mit Gewalt “missionieren” sollte, um sie zum Wechsel auf Linux zu bewegen.

[Nachtrag] Da ist mir beim Veröffentlichen dieses Beitrags doch ein kleiner Fehler unterlaufen, und er bekam als Veröffentlichungsdatum den 1. Juni zugeteilt…hab’s soeben ausgebessert[/Nachtrag]

Wenn KMail bei Antworten den Originaltext nicht zitiert…

…lässt sich das einfach ändern: Über das Menü “Einstellungen”-> “KMail einrichten” das Fenster für die KMail-Einstellungen öffnen. Im Abschnitt “E-Mail-Editor” den Reiter “Standard-Vorlagen” wählen und bei “Reply to sender” einen neuen “Platzhalter” einfügen (“Ursprüngliche Nachricht” -> “Zitierte Nachricht” oder direkt “%QUOTE”)

Einstellungen für "Standard-Vorlagen"

Einstellungen für "Standard-Vorlage"

Ich hatte mich schon gewundert, warum KMail beim Antworten auf eine Mail den Text der ursprünglichen Nachricht nicht anzeigt. Nun, das lag daran, dass bei allen “Standard-Vorlagen” nur “%BLANK” eingetragen war, also ein leeres Editorfeld. Wie diese etwas eigenartige Einstellung dorthin gekommen ist, bleibt allerdings fraglich…

NC10 und Ubuntu: kein Wlan im Akkubetrieb?

Gestern bzw. heute musste ich ein seltsames Verhalten meines Samsung NC10 in Verbindung mit Ubuntu 9.04 beobachten:

Schalte ich das NC10 im Akkubetrieb, also ohne angeschlossenes Netzteil an, dauert das Hochfahren länger als gewohnt. Und nach dem Einloggen ist die Wlan-Verbindung inaktiv und lässt sich auch nicht wieder herstellen. An diesem Zustand ändert sich auch nichts, wenn ich das Netzteil anstöpsle.

Schalte ich das NC10 hingegen mit angeschlossenem Netzteil ein, fährt es gewohnt flott hoch und die Wlan-Verbindung steht. Wenn ich nun das Gerät vom Netzteil trenne, bleibt die Wlan-Verbindung weiterhin bestehen.

Dieses Verhalten kann ich reproduzieren, es trat bisher jedes Mal auf, wenn ich das NC10 im Akkubetrieb hochgefahren habe. Anfangs dachte ich ja “nach einem Neustart wird’s schon wieder funktionieren”, aber Fehlanzeige.

Es scheint also, dass beim Hochfahren im Akkubetrieb irgendetwas schief läuft. Stellt sich jetzt nur die Frage, was? Hat jemand bei seinem NC10 in Verbindung mit Ubuntu schon ähnliches beobachtet?

KDE4: Design der Arbeitsfläche ändern

Kuze Notiz an mich: Das Design der Arbeitsfläche lässt sich unter KDE4 folgendermaßen ändern: Rechtsklick auf den Desktop -> “Einstellungen zum Erscheinungsbild” -> “Arbeitsflächen-Design”.

Der Versuch, das Design über “Systemeinstellungen” -> “Erweitert” -> “Arbeitsflächen-Design-Details” zu ändern, war hingegen nicht von Erfolg gekrönt…

Arbeitsflächen-Einstellungen unter KDE4

Arbeitsflächen-Einstellungen unter KDE4

Petition gegen Netzsperren – auf zum Schlussspurt!

Über 110 000 Mitzeichner hat die Petition gegen Netzsperren bereits – doch angesichts der Tatsache, dass manche Politiker schon jetzt über eine Ausweitung derselben nachdenken, können gar nicht genug Unterzeichner zusammenkommen.

Deshalb: wer noch nicht dabei ist, sollte dies bis zum 16.06. nachholen!

P.S.: Ich frage mich sowieso, wie einige Politiker immer wieder Dinge behaupten können wie “Es kann doch nicht sein, dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt.” Das zeigt doch nur, wie wenig Ahnung die Damen und Herren von dem Medium haben, für welches sie Gesetze erlassen wollen. Schließlich ist es Betreibern von Webseiten bereits ebenso verboten wie Zeitungen, Mordaufrufe zu veröffentlichen, um einmal das Beispiel von Herrn Wiefelspütz aufzugreifen. Wo soll da also der viel beschworene “rechtsfreie Raum” eigentlich sein?

Ich präsentiere: twubu – Such- und “Liveticker”-Programm für Twitter

Inspiriert durch VirtualTwitter und Twitterjunkie habe ich mich in den letzten Tagen daran gemacht, das Konzept dieser beiden Programme in eine Java-Anwendung zu übertragen. Herausgekommen ist “twubu” (Mischung aus “Twitter” und “Bubu”, meinem Nick in zahlreichen Foren; danke an AkkiMoto für den Namensvorschlag).

Das Prinzip des Programms ist recht einfach: es können im Tab “Searches” Suchbegriffe hinzugefügt/entfernt werden. Nach diesen Begriffen wird dann alle 2 Minuten bei Twitter gesucht und die Tweets, die Twitter zurückliefert, werden dann im Tab “Tweets” angezeigt. Dabei wird alle 5 Sekunden ein neuer Tweet aus der Liste der Suchergebnisse oben in die Liste eingefügt. Somit entsteht eine Art Liveticker der Suchergebnisse.

Sofern die Tweets Links enthalten, können diese im Browser geöffnet werden, indem man auf den betreffenden Tweet klickt und im Popup auf den entsprechenden Link klickt.

Die aktuelle Version ist sicherlich noch verbesserungs- und erweiterungsfähig, und ich werde auch hin und wieder neue Versionen nachreichen. Doch die wesentlichen Funktionen sind implementiert und sollten auch funktionieren.

Um das Programm ausführen zu können, braucht ihr eine installierte Java-Laufzeitumgebung. Die entscheidende Datei ist “twubu.jar”, die das eigentliche Programm enthält.

Twubu ist OpenSource und steht unter der GPL v3.

Das ausführbare Programm könnt ihr hier runterladen: twubu.zip, den Quelltext samt JavaDoc gibt’s hier: twubu-source.zip

Ich bin natürlich auf eure Meinung zum Programm gespannt, postet eure Anregungen oder Kritik einfach in den Kommentaren!

Teilweiser Umstieg zu openSUSE

In meiner bisherigen “Linux-Laufbahn” habe ich schon einige Distributionen durchprobiert. Bei manchen blieb es beim Test der Live-CD, andere landeten zumindest zeitweise auf der Festplatte. Seit Anbeginn nahezu durchgehend fest installiert war dabei Ubuntu. Damit lief meine Hardware bislang am reibungslosesten und auch die Bedienbarkeit war vergleichsweise einfach.

Doch meine Ubuntu-Euphorie hat mit den Bildschirm- und Mausproblemen am Tablet PC einen Dämpfer erhalten. Auch mit Jaunty wurde es nicht besser, so dass ich mich nach Alternativen umsah. Und letztlich bei openSUSE hängen blieb. OpenSUSE deshalb, weil es meine Hardware gut unterstützt (momentan sogar besser als Ubuntu), umfangreiche Paketquellen mitbringt und eine gute deutsche Übersetzung bietet.

Auf meinem zum Desktop-Rechner umfunktionierten HP TC4400 läuft nun (neben Windows XP, ohne das es leider immer noch nicht geht) openSUSE 11.1 Reloaded. Angenehmer Nebeneffekt dabei ist, dass ich KDE4, welches mich schon länger “juckt”, etwas intensiver ausprobieren kann.

Mein aktueller Desktop unter openSUSE

Mein aktueller Desktop unter openSUSE

Der Wechsel von Ubuntu zu openSUSE ist natürlich mit etwas Umgewöhnung verbunden. Insbesondere die Systemverwaltung mittels Yast erfordert ein Umdenken, ist aber nach kurzer Zeit auch kein Problem mehr. Mittlerweile sind die wichtigsten Dinge eingerichtet und openSUSE lässt sich produktiv nutzen.

Der Ubuntu-Welt bleibe ich trotz meines Wechsels erhalten. Denn auf meinem Samsung NC10 läuft weiterhin Ubuntu 9.04, und dort bislang ohne Probleme. Und mein Homeserver ist ja auch noch mit Ubuntu bestückt…