Ich präsentiere: twubu – Such- und “Liveticker”-Programm für Twitter

Inspiriert durch VirtualTwitter und Twitterjunkie habe ich mich in den letzten Tagen daran gemacht, das Konzept dieser beiden Programme in eine Java-Anwendung zu übertragen. Herausgekommen ist “twubu” (Mischung aus “Twitter” und “Bubu”, meinem Nick in zahlreichen Foren; danke an AkkiMoto für den Namensvorschlag).

Das Prinzip des Programms ist recht einfach: es können im Tab “Searches” Suchbegriffe hinzugefügt/entfernt werden. Nach diesen Begriffen wird dann alle 2 Minuten bei Twitter gesucht und die Tweets, die Twitter zurückliefert, werden dann im Tab “Tweets” angezeigt. Dabei wird alle 5 Sekunden ein neuer Tweet aus der Liste der Suchergebnisse oben in die Liste eingefügt. Somit entsteht eine Art Liveticker der Suchergebnisse.

Sofern die Tweets Links enthalten, können diese im Browser geöffnet werden, indem man auf den betreffenden Tweet klickt und im Popup auf den entsprechenden Link klickt.

Die aktuelle Version ist sicherlich noch verbesserungs- und erweiterungsfähig, und ich werde auch hin und wieder neue Versionen nachreichen. Doch die wesentlichen Funktionen sind implementiert und sollten auch funktionieren.

Um das Programm ausführen zu können, braucht ihr eine installierte Java-Laufzeitumgebung. Die entscheidende Datei ist “twubu.jar”, die das eigentliche Programm enthält.

Twubu ist OpenSource und steht unter der GPL v3.

Das ausführbare Programm könnt ihr hier runterladen: twubu.zip, den Quelltext samt JavaDoc gibt’s hier: twubu-source.zip

Ich bin natürlich auf eure Meinung zum Programm gespannt, postet eure Anregungen oder Kritik einfach in den Kommentaren!

Teilweiser Umstieg zu openSUSE

In meiner bisherigen “Linux-Laufbahn” habe ich schon einige Distributionen durchprobiert. Bei manchen blieb es beim Test der Live-CD, andere landeten zumindest zeitweise auf der Festplatte. Seit Anbeginn nahezu durchgehend fest installiert war dabei Ubuntu. Damit lief meine Hardware bislang am reibungslosesten und auch die Bedienbarkeit war vergleichsweise einfach.

Doch meine Ubuntu-Euphorie hat mit den Bildschirm- und Mausproblemen am Tablet PC einen Dämpfer erhalten. Auch mit Jaunty wurde es nicht besser, so dass ich mich nach Alternativen umsah. Und letztlich bei openSUSE hängen blieb. OpenSUSE deshalb, weil es meine Hardware gut unterstützt (momentan sogar besser als Ubuntu), umfangreiche Paketquellen mitbringt und eine gute deutsche Übersetzung bietet.

Auf meinem zum Desktop-Rechner umfunktionierten HP TC4400 läuft nun (neben Windows XP, ohne das es leider immer noch nicht geht) openSUSE 11.1 Reloaded. Angenehmer Nebeneffekt dabei ist, dass ich KDE4, welches mich schon länger “juckt”, etwas intensiver ausprobieren kann.

Mein aktueller Desktop unter openSUSE

Mein aktueller Desktop unter openSUSE

Der Wechsel von Ubuntu zu openSUSE ist natürlich mit etwas Umgewöhnung verbunden. Insbesondere die Systemverwaltung mittels Yast erfordert ein Umdenken, ist aber nach kurzer Zeit auch kein Problem mehr. Mittlerweile sind die wichtigsten Dinge eingerichtet und openSUSE lässt sich produktiv nutzen.

Der Ubuntu-Welt bleibe ich trotz meines Wechsels erhalten. Denn auf meinem Samsung NC10 läuft weiterhin Ubuntu 9.04, und dort bislang ohne Probleme. Und mein Homeserver ist ja auch noch mit Ubuntu bestückt…

Probleme mit der Kommentarfunktion behoben

Da wundere ich mich, warum sich überhaupt keiner für meine kleine Verlosung zu interessieren scheint…und muss nun erfahren, dass es an der nicht funktionierenden Kommentarfunktion lag (Danke an zefanja für den Hinweis).

Das Problem lag wohl an der AJAX-Kommentarfunktion meines Themes. Nach dem Umstellen auf die “normale” Kommentarfunktion und weniger scharfen Regeln für Kommentare sollte ein Kommentieren jetzt wieder möglich sein.

Stellt sich jetzt die Frage, was ich mit der faktisch nicht stattgefundenen Verlosung machen soll. Die Teilnahmefrist verlängern, damit jeder noch einmal die Chance hat teilzunehmen? Oder das Shirt direkt zefanja geben, der als Einziger auf die Idee kam, mich über die fehlerhafte Kommentarfunktion zu informieren?

Verlose “Zensursula”-Shirt – Petition gegen Netzsperren

Vorletzte Woche habe ich mir auch so ein “Zensursula”-Shirt bestellt. Wie ich feststellen musste, allerdings eine Nummer zu groß. Ich weiß, ich könnte es zurückschicken, doch ich habe mich dazu entschieden, es einfach zu verschenken bzw. zu verlosen.

Das T-Shirt ist das Modell “Zensursula AA Bio Shirt Men” in Größe XL (angeblich figurbetont, mir aber deutlich zu weit). Hab’s nur einmal anprobiert, ist also noch wie neu.

Damit jeder die Chance hat, das Shirt zu bekommen, werde ich es verlosen: Wer teilnehmen will, schreibt einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag.  Unter allen, die bis zum 9. Mai 2009 einen Kommentar hinterlassen haben, verlose ich das T-Shirt. Wichtig: gebt eine gültige Mailadresse im Formular an, denn die Gewinnerin/den Gewinner werde ich über diese Mailadresse kontaktieren. Eure Mailadressen gebe ich nicht weiter und werde sie auch nur für diese Verlosung verwenden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und wo wir schon beim Thema sind: derzeit läuft eine Online-Petition gegen die geplanten Netzsperren. Der Zulauf scheint gewaltig, derzeit (5.5.09, 23:00 Uhr) sind es schon über 27000 Unterzeichner, gestern nachmittag waren es erst 3000. Doch da geht sicher noch mehr, oder? Je mehr Unterzeichner die Petition findet, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie tatsächlich etwas bewirkt.

Kampf der Live-CDs

Von meinen Problemen mit der Bildschirmauflösung und der “Geistermaus” unter Ubuntu hatte ich bereits berichtet. Die Bildschirmauflösung am externen Monitor konnte ich mittlerweile korrekt einstellen, wenn auch nur über einen Umweg. Am externen Monitor lässt sich eine höhere Auflösung als beim internen Tablet PC-Display nämlich nur dann einstellen, wenn die Option “Displays spiegeln” in den Monitoreinstellungen deaktiviert ist.

Nun interessierte es mich, ob dieses Problem nur bei Ubuntu besteht oder vielleicht ein generelles “Linux-Problem” darstellt. Ich machte deshalb die Probe auf’s Exempel mit verschiedenen Live-CDs. Der Testaufbau war dabei folgender: Mein Tablet PC, ein HP TC4400 stand mit geschlossenem Displaydeckel in der Dockingstation, an der mein TFT per VGA-Kabel und die Maus per PS/2 angschlossen sind. Die CDs starten von einem externen USB-Laufwerk.

Interessant waren für mich zwei Punkte: würde die Displayauflösung des TFT gleich korrekt erkannt? Und macht sich der Mauszeiger selbstständig oder nicht? Hier die Ergebnisse:

  • OpenSuse 11.1 mit KDE: Die Bildschirmauflösung wurde auf Anhieb korrekt erkannt, die Maus funktionierte problemlos
  • Fedora 10 mit Gnome: Die Bildschirmauflösung wurde nicht korrekt erkannt, beim Umstellen der Auflösung blieb das untere Panel in der Bildschirmmitte “hängen”; die Maus funktionierte problemlos
  • Kubuntu 9.04 RC: Die Bildschirmauflösung wurde nicht korrekt erkannt, die Maus funktionierte überhaupt nicht.
  • Ubuntu 9.04 RC: Die Bildschirmauflösung wurde nicht korrekt erkannt, der Mauszeiger sprang wie von Geisterhand herum, besonders häufig springt er spontan in die rechte untere Bildschirmecke
  • Ubuntu 8.10: Die Bildschirmauflösung wird nicht korrekt erkannt, die Maus funktioniert problemlos
  • Mandriva One 2009 mit KDE: Die Bildschrimauflösung wird korrekt erkannt, die Maus funktioniert problemlos

Was sagt dieser Vergleich nun aus? Offenbar kommen KDE-Distributionen mit unterschiedlichen Auflösungen am internen und externen Monitor eher zurecht als diejenigen, die Gnome nutzen. Und das Problem mit der “selbstständigen” Maus scheint auf Ubuntu beschränkt zu sein.

Seltsam ist jedoch, dass die Ubuntu 8.10 Live-CD keine Probleme mit der Maus macht, das installierte Ubuntu aber schon. Und Mandriva, von der CD gestartet, erkennt die Auflösung korrekt, das installierte jedoch nicht.

Den Release Candidates von (K)Ubuntu 9.04 sehe ich ihre Schwächen einstweilen noch nach, weil es sich nicht um die endgültigen Versionen handelt. Ich bin aber gespannt, was passiert, nachem ich mein installiertes Ubuntu auf Version 9.04 aktualisiert habe. Falls die Maus dann weiterhin ein Eigenleben führt, muss ich mir was überlegen…

Was bei Linux anders ist

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Einstieg in Linux ziemlich schwierig sein kann. Vor allem dann, wenn man als langjähriger Windows-Nutzer den Umstieg zum freien Betriebssystem wagt. Denn bei Linux ist einiges anders, besonders was grundlegende Konzepte des Systems betrifft. Da fährt man mit dem antrainierten “Windows-Denken” schnell mal an die Wand. Und verflucht dann möglichweise Linux und fragt sich “warum funktioniert das nicht so wie unter Windows?”.

Damit es nicht so weit kommt, empfehle ich einen Blick auf die folgenden Seiten. Dort wird erklärt, was Linux von Windows unterscheidet und wo Gemeinsamkeiten bestehen.

Hat man sich die Unterschiede erst einmal bewusst gemacht, fällt die Arbeit mit Linux auch gleich leichter. Versprochen ;)

Twittern mit Ubuntu – gTwitter und Twitux

Den Ubuntu-Nutzern stehen über die Paketquellen zwei Twitter-Clients zur Verfügung: gTwitter und Twitux. Beide Programme möchte ich im Folgenden kurz vorstellen.

gTwitter

Als “1.0 Beta” stellt sich gTwitter vor. Und das völlig zu Recht, denn besonders viele Funktionen bietet das Programm nicht. Es stellt die Tweets der Freunde oder die “Public Timeline” dar (allerdings mit falschen Zeitangaben) und man kann selbst Tweets abschicken. Das war’s dann aber auch schon. Eine Möglichkeit, einfach auf andere Tweets zu antworten, fehlt ebenso wie die Möglichkeit, eine URL im Browser zu öffnen. Insgesamt also eine recht enttäuschende Vorstellung. Bleibt zu hoffen, dass die Anwendung weiterentwickelt wird und in der nächsten Version mehr Funktionen mitbringt.

Die "Tweet-View"-Ansicht von gTwitter

Die "Tweet-View"-Ansicht von gTwitter

gTwitter nistet sich mit einem Icon im Panel ein

gTwitter nistet sich mit einem Icon im Panel ein

Twitux

Im Vergleich zu gTwitter mach Twitux einen wesentlich ausgereifteren Eindruck. Twitux bietet mehrere Ansichten, unter anderem die “Public Timeline”, “Friends Timeline” oder die “Direct Messages”. Mit einem Doppelklick auf einen Tweet lässt sich eine Antwort an den Absender verfassen. Das Versenden einer Direktnachricht ist etwas umständlicher: Über die Menüpunkte “Twitter->Send Direct Message” gelangt man zu einem Fenster, in dem man den gewünschten Adressaten auswählen und eine Direktnachricht verfassen kann.

Twittux Standardansicht

Twitux Standardansicht

Auch URLs lassen sich öffnen. Dazu muss allerdings in “Settings->Einstellungen” ein Häckchen bei “Expand Messages” gesetzt sein. Dann erscheint bei einmaligem Klick auf einen Tweet dieser hervorgehoben am unteren Fensterrand und die enthaltene URL kann per Klick im Browser geöffnet werden.

Möchte man selbst eine Nachricht abschicken, muss man sich ebenfalls zuerst ins Menü begeben. “Twitter->New Message” öffnet ein Fenster zur Eingabe des Tweets.

Neue Nachrichten müssen in einem separaten Fenster eingegeben werden

Neue Nachrichten müssen in einem separaten Fenster eingegeben werden

Somit ist Twitux das Programm, welches sich deutlich besser schlägt. Aber auch hier ließe sich noch die ein oder andere Funktion einbauen, etwa eine Untersützung für TwitPic. Und das Absenden eigener Nachrichten dürfte auch gerne einfacher funktionieren.

Fazit

Während gTwitter meiner Meinung nach derzeit noch ziemlich unbrauchbar ist, ist Twitux auf einem guten Weg. So richtig überzeugt bin ich aber von beiden Twitter-Clients nicht. Deshalb nutze ich am PC sowohl unter Linux als auch Windows das Firefox-Plugin TwitterFox, welches die beiden Clients (bislang) in den Schatten stellt, was Funktionsumfang und Bedienbarkeit angeht.

iTunes für Linux – Vom Aprilscherz zur interessanten Diskussion

Alles begann als Aprilscherz: Apple würde iTunes 9.0 mit Linux-Unterstützung ausliefern, berichtete virtualpixel.de pünktlich zum 1. April. Nachdem sich in den Kommentaren zu diesem Blogeintrag zeigte, dass einige Linux-User sich durchaus iTunes für ihr Betriebssystem wünschen würden, wurde kurzerhand eine Umfrage ins Leben gerufen. Deren Ergebnisse liegen nun vor und zeigen, dass es etwa 50:50 steht, wobei die Befürworter von iTunes unter Linux knapp in der Mehrheit sind.

Interessanter als die Zahlen sind jedoch die Argumente, die Befürworter und Gegner vorbringen. Dabei lassen sich die meisten davon nicht nur für iTunes, sondern für nahezu jede proprietäre bzw. Closed Source Software verwenden. Es zeigt sich sehr gut das Dilemma, in dem Linux meiner Meinung nach steckt: Auf der einen Seite sollten die Anwendungen, die unter Linux laufen, möglichst frei und offen sein (wobei letzteres auf iTunes ganz bestimmt nicht zutrifft). Auf der anderen Seite würde die Linux-Unterstützung durch populäre Programme wie iTunes, MS Office und Co. die Akzeptanz und Verbreitung von Linux sicherlich fördern.

Auf absehbare Zeit wird sich an dieser Situation wohl nichts ändern. Und so bleibt iPod-Nutzern nur der Umweg über Programme wie Rhythmbox, und die Hoffnung, dass iTunes für Linux kein Aprilscher bleibt…

Nokia E71 mit Funambol synchronisieren

Gestern kam mein neues Smartphone, das Nokia E71, bei mir an. Im Zuge der Einrichtung wollte es natürlich auch in meine bereits vorgestellte Funambol-Infrastrukur integriert werden.

Da das E71 von sich aus den SyncML-Standard unterstützt, muss kein separates Programm für den Sync mit Funambol installiert werden. Die Einstellungen lassen sich direkt über System->Synchronisation vornehmen. Dazu legt man über Optionen->Neues Synchron.-Profil ein neues Profil mit beliebigem Namen an. Bei “Programme” wählt man Kontakte und Kalender. Hier musste ich erst herausfinden, was bei “Externe Datenbank” eingetragen werden muss. Es ist “card” bei den Kontakten und “cal” beim Kalender. Den Rest der Einstellungen kann man belassen.

Bei den Verbindungseinstellungen sind die Daten des Funambol-Servers einzutragen. Also die entsprechende Serveradresse, Port, Benutzername, Passwort. Als Zuganspunkt wählt man das eigene Wlan.

Anschließend startet man die Synchronisation über Optionen->Synchronisieren. Sind alle Einstellungen korrekt, sollten jetzt die Daten vom Funambol-Server auf dem E71 landen.

(Nicht nur) Thunderbird/Lightning und Windows Mobile mittels Funambol synchronisieren

Eine Sache, die mir bei meinem Umstieg zu Linux noch fehlte, war die Möglichkeit, mein Smartphone mit einer PIM-Anwendung auf dem PC synchronisieren zu können. Doch auch dieses Problem ist nun gelöst, und zwar mittels Funambol.

Warum Funambol?

Mittlerweile gibt es zwar für die meisten mobilen Betriebssysteme (Windows Mobile, Symbian, PalmOS) Lösungen für die Synchronisation unter Linux. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass diese meist auf ein Betriebssystem und eine PIM-Anwendung beschränkt sind. Und für die Einrichtung muss man mitunter tiefer in die Konsole abtauchen.

Funambol hingegen ist mittels zahlreicher “Connectors” weitgehend plattform- und anwendungsunabhängig. So gibt es passende Plugins für Outlook, Evolution, Thunderbird, für Windows Mobile, PalmOS, iPod und vieles mehr. Somit ist es also auch möglich, etwa Outlook unter Windows mit Thunderbird unter Linux zu synchronisieren und die Daten auch noch mobil auf dem Smartphone zu haben. Nicht zuletzt ist die Installation und Einrichtung von Funambol relativ einfach zu bewerkstelligen und außerdem sehr gut dokumentiert.

Installation und Konfiguration des Funambol-Servers

Kommen wir nun also zum ersten und wichtigsten Teil: der Installation des Funambol-Servers. Diese ist im Funambol Installation and Configuration Guide (PDF) sehr ausführlich beschrieben, weshalb ich nicht näher darauf eingehen möchte. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass man für die Installation und den Start des Funambol-Servers Root-Rechte benötigt.

Damit später mit Lightning synchronisiert werden kann, muss noch iCal als Nachrichtenformat eingerichtet werden. Das erfolgt im Administrationstool von Funambol (siehe verlinktes PDF) über Servername (meist “pda-und-co.de”)->Modules->foundation->FunambolFoundationConnector->PIM Calendar Sync Source. Dort gibt man als Source URI “ical” ein, als Name “iCalendar” und klickt auf “Add”.

Installation von Lightning und des Mozilla-Plugins

Hat man auf dem Rechner nur das “nackte” Thunderbird installiert, kann man natürlich nur das Adressbuch mit dem Funambol-Server abgleichen. Damit das auch mit den Kalenderdaten funktioniert, braucht man das Lightning-Plugin.

Unter Ubuntu 8.10 gibt es dabei ein paar Stolpersteine. Denn Lightning lässt sich zwar über die Paktequellen installieren (lightning-extension, lightning-extension-locale-de), dabei wird jedoch Version 0.8 des Plugins installiert. Zur Synchronisation mit Funambol ist aber Version 0.9 von Lightning notwendig.

Daher muss Lightning manuell installiert werden. Das Plugin steht auf den Mozilla-Seiten zum Donwload bereit. Bevor man es in Thunderbird über “Extras->Add-Ons” installiert, muss unter Ubuntu jedoch erst das Paket libstdc++5 auf den Rechner, sonst hat man eine funktionsuntüchtige Kalendererweiterung.

Unter Mandriva 2009 braucht es hingegen keine speziellen Vorbereitungen, hier kann das Plugin einfach händisch installiert werden.

Damit nun das Thunderbird-Adressbuch und der Kalender von Lightning mit Funambol synchronisiert werden können, braucht man noch das Funambol Mozilla Plugin (ich habe mich für Version 0.7 entschieden, da 0.8 als “experimentell” bezeichnet wird). Nach dem Download lässt es sich ebenso wie Lightning über “Extras->Add-Ons” installieren.

Installation des Connectors für Windows Mobile

Hier gibt es für alle, die nur noch mit Linux arbeiten, ein Problem: Die Anwendung für Windows Mobile (Smartphones ohne Touchscreen, PocketPC mit Touchscreen) lässt sich nämlich nur über Windows/ActiveSync auf dem mobilen Gerät installieren. Nach der Installation hat man eine Anwendung names “Funambol” auf dem Gerät.

Synchronisation einrichten

Wichtigster Punkt bei der Synchronisation ist die Adresse des Funambol-Servers. Ist der Rechner, auf dem Funambol läuft, ins heimische Netzwerk integriert, lautet die Adresse http://IP_im_Netzwerk:8080/funambol/ds. Wobei “IP_im_Netzwerk” durch die jeweilige IP-Adresse des Rechners ersetzt werden muss. In meinem Fall ist der Funambol-Server auf dem Eee installiert, dem im Wlan die IP 192.168.1.104 zugeilt ist. Folglich ist der Funambol-Server unter http://192.168.1.104:8080/funambol/ds erreichbar. Diese Adresse trägt man im Administrationstool des Funambol-Servers unter “Server Settings->Engine” ein (siehe verlinktes PDF oben). Die Erreichbarkeit des Funambol-Servers kann man testen, indem man die Adresse in den Browser eintippt, dann erscheint im Erfolgsfall eine Seite mit Angaben zum installierten Funambol-Server auf dem Bildschirm. Das sollte von jedem Rechner aus funktionieren, der im gleichen Netzwerk hängt, bei mir also im gesamten heimischen Wlan.

Diese Adresse gibt man nun in den Einstellungen des Mozilla-Plugins und in der Funambol-Anwendung am Smartphone ein. Benutzername und Passwort lassen sich vor der allerersten Synchronisation frei wählen. Bei eben dieser ersten Synchronisation mit dem Funambol-Server legt der Server automatisch ein neues Konto mit diesen Daten an. Danach muss natürlich bei allen Clients, die mit diesem Konto abgeglichen werden sollen, die selbe Kombination aus Nutzername und Passwort eingegeben werden.

Einstellungen des Funambol Mozilla Plugins

Einstellungen des Funambol Mozilla Plugins

Nun können Smartphone und Thunderbird/Lightning mit Funambol synchronisiert werden. Bei der beschriebenen Konfiguration ist der Funambol-Server dabei nur über das heimische Netzwerk erreichbar. Ich kann also mein Xda Cosmo nur dann mit Funambol abgleichen, wenn es im heimischen Wlan eingebucht ist. Gleiches gilt für den Rechner, auf dem Thunderbird/Lightning installiert ist. Vorteil dabei ist jedoch, dass meine PIM-Daten in meinem Einflussbereich bleiben und nicht auf einem Server irgendwo im WWW liegen.

Fazit

Funambol ist meiner Meinung nach eine vergleichsweise einfache Lösung, um seine PIM-Daten auch unter Linux zu synchronisieren. Dank zahlreicher Plugins lassen sich viele PIM-Anwendungen und Geräte an Funambol anbinden. Somit ist man sowohl bei der Wahl der Desktop-Anwendung als auch des mobilen Geräts sehr flexibel.

Ein kleiner Nachteil ist, dass mit der vorgestellten Lösung nur Adressen und Termine synchronisiert werden können.

Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser Anleitung weiterhelfen, über Feedback würde ich mich freuen.

Folgende Quellen haben mir sehr geholfen: