Eee als Home-Server: Feste IP, Netzwerkdrucker per CUPS einrichten

Nachdem der Eee per Wake on Lan gestartet und mit SSH aus der Ferne gesteuert und administriert werden kann, soll es nun darum gehen, wie der Server eine feste IP bekommt und ein angeschlossener Drucker im Netzwerk freigegeben und von den Clients eingebunden wird.

Feste IP-Adresse zuweisen

Sofern der Server nicht schon bei der Installation eine feste IP-Adresse zugewiesen bekommen hat, ist es jetzt höchste Zeit, das nachzuholen. Eine feste IP ist notwendig, da sich die Clients darauf verlassen, dass der Server unter einer bestimmten, meist in irgenwelchen (Programm-)Einstellungen festgelegten Adresse erreichbar ist. Würde sich die IP jeden Tag ändern, müsste man etwa die Einstellungen für den Netzwerkdrucker am Client auch jeden Tag ändern.

Doch wie bekommt der Eee nun eine feste IP? Ganz einfach, indem man die Datei

/etc/network/interfaces

bearbeitet. Der Eintrag sollte etwa folgendermaßen aussehen:

iface eth0 inet static

address 192.168.1.10

netmask 255.255.255.0

gateway 192.168.1.1

Dabei ist der Wert hinter “address” die IP, über die der Server von nun an erreichbar sein soll. Hier aufpassen, dass sich der Wert nicht mit den Adressen überschneidet, die der Router dynamisch vergibt! Die IP hinter “gateway” ist die IP-Adresse des Routers.

Damit die Änderungen gültig werden, noch den Befehl

sudo /etc/init.d/networking restart

eingeben, und der Server sollte unter der neuen, festen Adresse erreichbar sein. Folglich muss auch die SSH-Verbindung neu aufgebaut werden.

CUPS installieren und einrichten

Für die Freigabe eines Druckers im Netzwerk ist unter Linux CUPS zuständig. Um CUPS nutzen zu können, müssen noch die Pakete

cups

cups-bsd

openprinting-ppds

cupsys-driver-gutenprint

und falls man einen HP-Drucker nutzen möchte

hplib

hpijs

installiert werden.

Die weitere Einrichtung von CUPS kann recht komfortabel über ein Webinterface vorgenommen werden. Damit das funktioniert, muss erst noch die entsprechende Einstellung mit

sudo cupsctl –remote-admin

gesetzt werden. Nun kann das Webinterface im Browser über http://<Server-IP>:631 vom Client aus aufgerufen werden.

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Eee als Home-Server – Installation, SSH und Wake on LAN

Mein “Bastelprojekt” war etwas eingeschlafen, doch nun habe ich an den vergangenen Osterfeiertagen begonnen, den Eee zum Homeserver “umzubauen”.

Ein paar Worte zur Hardware

Ein Netbook als Server zu nutzen, mag abwegig klingen. Aber für meine Bedürfnisse ist der Eee ausreichend: er steht sonst größtenteils ungenutzt herum, hat mehr als ausreichend Rechenpower für die ihm zugedachten Anwendungen, ist platzsparend und leise. Und er soll sowieso nur bei Bedarf laufen, nicht wie ein typischer Server 24/7.

Neben dem Eee als eigentlichem Server spielt noch ein anderes Gerät eine wichtige Rolle: das Netgear WGPS606, gewissermaßen ein Wlan-Adapter für Geräte, die nur eine normale Netzwerkkarte besitzen. Mit dem Netgear-Kästchen sind zwei Dinge möglich: ich kann den Eee in mein Wlan einbinden, obwohl Ubuntu Server die Wlan-Karte des Eee nicht erkennt. Und ich kann über Wlan Wake on LAN verwenden, was normalerweise nicht möglich ist.

Meine Hardware-Konfiguration sieht also folgendermaßen aus:

Eee<–Netzwerkkabel–>Netgear WGPS606<–Wlan–>Router<–Wlan–>Client(s)

Installation von Ubuntu Server

Der erste Schritt zum Heimserver besteht in der Installation eines passenden Betriebssystems. Ich habe mich für die Server-Version von Ubuntu entschieden.

Die Installation sollte für jeden, der schon einmal Linux auf einem Rechner installiert hat, keine große Herausforderung sein. Für die Installation von CD habe ich ein externes DVD-Laufwerk per USB angeschlossen. Eine gute Installationsanleitung gibt’s in der Ubuntuusers-Wiki.

Fernsteuerung aktivieren

Der Eee soll später einmal fernab vom Schreibtisch stehen und soll folglich auch aus der Ferne bedienbar sein. Das Zauberwort heißt hier SSH.

Damit Ubuntu Server per SSH angesprochen werden kann, muss zuerst einmal das Paket “openssh-server” installiert werden:

sudo apt-get install openssh-server

Nun kann von anderen Rechnern im Netzwerk aus auf die Shell des Eee zugegriffen werden. Unter Windwos braucht man dazu ein Programm wie PuTTy, von Ubuntu-Clients aus geht es direkt über’s Terminal

ssh <IP des Servers>

Verläuft der testweise Zugriff per SSH auf den Eee erfolgreich, können die folgenden Kommandos gleich per Fernzugriff auf dem Server abgesetzt werden.

Fernsteuerung erweitern

Der Server kann nun also per SSH gesteuert werden, was auch das Herunterfahren mittels

sudo shutdown -h now

einschließt. Was aber noch nicht funktioniert ist das Einschalten von einem anderen Rechner aus. Dazu muss die Unterstützung für Wake on LAN eingerichtet werden.

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Twittern mit Ubuntu – gTwitter und Twitux

Den Ubuntu-Nutzern stehen über die Paketquellen zwei Twitter-Clients zur Verfügung: gTwitter und Twitux. Beide Programme möchte ich im Folgenden kurz vorstellen.

gTwitter

Als “1.0 Beta” stellt sich gTwitter vor. Und das völlig zu Recht, denn besonders viele Funktionen bietet das Programm nicht. Es stellt die Tweets der Freunde oder die “Public Timeline” dar (allerdings mit falschen Zeitangaben) und man kann selbst Tweets abschicken. Das war’s dann aber auch schon. Eine Möglichkeit, einfach auf andere Tweets zu antworten, fehlt ebenso wie die Möglichkeit, eine URL im Browser zu öffnen. Insgesamt also eine recht enttäuschende Vorstellung. Bleibt zu hoffen, dass die Anwendung weiterentwickelt wird und in der nächsten Version mehr Funktionen mitbringt.

Die "Tweet-View"-Ansicht von gTwitter

Die "Tweet-View"-Ansicht von gTwitter

gTwitter nistet sich mit einem Icon im Panel ein

gTwitter nistet sich mit einem Icon im Panel ein

Twitux

Im Vergleich zu gTwitter mach Twitux einen wesentlich ausgereifteren Eindruck. Twitux bietet mehrere Ansichten, unter anderem die “Public Timeline”, “Friends Timeline” oder die “Direct Messages”. Mit einem Doppelklick auf einen Tweet lässt sich eine Antwort an den Absender verfassen. Das Versenden einer Direktnachricht ist etwas umständlicher: Über die Menüpunkte “Twitter->Send Direct Message” gelangt man zu einem Fenster, in dem man den gewünschten Adressaten auswählen und eine Direktnachricht verfassen kann.

Twittux Standardansicht

Twitux Standardansicht

Auch URLs lassen sich öffnen. Dazu muss allerdings in “Settings->Einstellungen” ein Häckchen bei “Expand Messages” gesetzt sein. Dann erscheint bei einmaligem Klick auf einen Tweet dieser hervorgehoben am unteren Fensterrand und die enthaltene URL kann per Klick im Browser geöffnet werden.

Möchte man selbst eine Nachricht abschicken, muss man sich ebenfalls zuerst ins Menü begeben. “Twitter->New Message” öffnet ein Fenster zur Eingabe des Tweets.

Neue Nachrichten müssen in einem separaten Fenster eingegeben werden

Neue Nachrichten müssen in einem separaten Fenster eingegeben werden

Somit ist Twitux das Programm, welches sich deutlich besser schlägt. Aber auch hier ließe sich noch die ein oder andere Funktion einbauen, etwa eine Untersützung für TwitPic. Und das Absenden eigener Nachrichten dürfte auch gerne einfacher funktionieren.

Fazit

Während gTwitter meiner Meinung nach derzeit noch ziemlich unbrauchbar ist, ist Twitux auf einem guten Weg. So richtig überzeugt bin ich aber von beiden Twitter-Clients nicht. Deshalb nutze ich am PC sowohl unter Linux als auch Windows das Firefox-Plugin TwitterFox, welches die beiden Clients (bislang) in den Schatten stellt, was Funktionsumfang und Bedienbarkeit angeht.

Ubuntu + externer Monitor = Problem

Jetzt, da der Monitor meines Tablet PCs unbenutzbar ist, verwende ich das gute Stück eben stationär in der Dockingstation mit angeschlossenem Monitor, Tastatur und Maus.

Unter Windows XP funktioniert das wunderbar, da wird die Bildschirmauflösung des TFTs korrekt erkannt und ich kann problemlos arbeiten.

Anders verhält sich die Sache allerdings bei Ubuntu. Steht der Tablet PC mit zugeklapptem Display in der Dockingstation und starte ich Ubuntu, so passiert zweierlei unerfreuliches: am externen Monitor wird lediglich die Auflösung des Tablet-Displays ausgegeben. Diese ist jedoch geringer als die meines 19-Zöllers und folglich ist das Bild pixelig und nicht schön anzusehen. Der Versuch, Ubuntu die richtige Auflösung von 1200×1024 Pixeln “aufzuzwingen”, endete damit, dass ich die erzeugte monitors.xml händisch über die Konsole löschen musste, damit ich das System überhaupt wieder benutzen konnte.

Das zweite Problem ist jedoch noch nerviger. So lange das Display des Tablet PCs zugeklappt ist, springt der Mauszeiger wie von Geisterhand selbsttätig auf dem Bildschirm herum. So kann ich natürlich nicht arbeiten. Seltsamerweise beruhigt er sich wieder, sobald ich den Displaydeckel aufklappe. Ein allgemeines Linux-Problem kann das nicht sein, denn unter Mandriva konnte ich dieses Maus-Gehüpfe nicht beobachten.

So kommt es, dass ich derzeit wieder hauptsächlich mit Windows arbeite, denn dort macht der externe Monitor wie gesagt keine Probleme.  Jetzt, wo ich mehr Zeit für die Fehlersuche habe, werde ich mir die Monitor-Merkwürdigkeiten etwas genauer ansehen und ich hoffe, es findet sich eine Lösung…

Ubuntu 8.10 auf dem TC4400

Nachdem ich mittlerweile auf die aktuelle Ubuntu-Version 8.10 umgestiegen bin (per Update), möchte ich ein paar Worte zur Kompatibilität mit dem TC4400 verlieren.

Kurz zusammengefasst lässt sich sagen: Die allermeisten Dinge funktionieren Out-of-the-box. Und was nicht gleich funktioniert, lässt sich leicht beheben.

Kommen wir erst zu den positiven Dingen: Ubuntu 8.10 ist die Linux-Distribution, die bisher am besten auf dem TC4400 läuft. Gefühlte 95% der Hardware wurden problemlos erkannt und funktionieren einwandfrei, so etwa die Sondertasten zur Helligkeitsregelung oder Lautstärkeeinstellung. Wlan und Bluetooth funktionieren erwartungsgemäß auch. Vor allem letzteres machte unter 8.04 allerdings noch Zicken, dort war es mir nicht vergönnt, meine BT-Maus mit dem Rechner zu verbinden. Das klappt jetzt problemlos. Auch der Kartenleser arbeitet ohne Murren.

Standby (“Bereitschaft”) sowie Ruhezustand funktionieren nun auch zuverlässig. Bei früheren Ubuntu-Versionen kam es hin und wieder vor, dass sich der Rechner zwar in einen der Schlafzustände versetzen ließ, danach aber nicht mehr richtig aufwachte.

Einziges Sorgenkind nach dem Update war (und ist teilweise noch) die Unterstützung der Stifteingabe bzw. -bedienung. Ubuntu hat nämlich während des Updates heimlich still und leise die Zeilen in der xorg.conf auskommentiert, die ich zuvor eingefügt hatte. Folglich wurde der Stift erst mal nicht erkannt. Doch nach dem Entfernen der “#” vor den Zeilen für das Wacom-Tablet funktioniert auch der Stift wieder.

Einziger Wehrmutstrofpen: Ändert man die Bildschirmausrichtung, ändert sich die Ausrichtung des Stifts nicht mit. Sprich: ist der Bildschirm “auf den Kopf gestellt”, fährt der Mauszeiger immer in die entgegengesetzte Richtung, in die man mit dem Stift fährt. Aber da wird sich auch eine Lösung finden lassen (ich glaube mich daran zu erinnen, dass ich irgendwo schon mal ein passendes Skript gesehen habe). Und noch was: auf eine rechte Maustaste muss man beim Stift auch verzichten. Während Windows einen langen Stiftdruck als Rechtsklick interpretiert, passiert bei Ubuntu rein gar nichts.

Allerdings sind diese Einschränkungen bei der Stiftunterstützung für mich verschmerzbar. Falls ich den Stift unbedingt nutzen will, starte ich eben das parallel installierte XP. Was allerdings immer seltener vorkommt.

Am Ende noch meine momentane xorg.conf. Fett markiert sin die Zeilen, in welchen ihr die Kommentare entfernen müsst:

# xorg.conf (X.Org X Window System server configuration file)
#
# This file was generated by dexconf, the Debian X Configuration tool, using
# values from the debconf database.
#
# Edit this file with caution, and see the xorg.conf manual page.
# (Type “man xorg.conf” at the shell prompt.)
#
# This file is automatically updated on xserver-xorg package upgrades *only*
# if it has not been modified since the last upgrade of the xserver-xorg
# package.
#
# If you have edited this file but would like it to be automatically updated
# again, run the following command:
#   sudo dpkg-reconfigure -phigh xserver-xorg

# commented out by update-manager, HAL is now used
#Section “InputDevice”
#    Identifier    “Generic Keyboard”
#    Driver        “kbd”
#    Option        “XkbRules”    “xorg”
#    Option        “XkbModel”    “pc105″
#    Option        “XkbLayout”    “de”
#EndSection

# commented out by update-manager, HAL is now used
#Section “InputDevice”
#    Identifier    “Configured Mouse”
#    Driver        “mouse”
#    Option        “CorePointer”
#EndSection

#Wacom Tablet
# commented out by update-manager, HAL is now used
Section “InputDevice”
Driver        “wacom”
Identifier    “stylus”
Option        “Device”        “/dev/input/wacom”
Option        “Type”          “stylus”
Option        “ForceDevice”   “ISDV4″               # Tablet PC ONLY
EndSection

# commented out by update-manager, HAL is now used
Section “InputDevice”
Driver        “wacom”
Identifier    “eraser”
Option        “Device”        “/dev/input/wacom”
Option        “Type”          “eraser”
Option        “ForceDevice”   “ISDV4″               # Tablet PC ONLY
EndSection

# commented out by update-manager, HAL is now used
Section “InputDevice”
Driver        “wacom”
Identifier    “cursor”
Option        “Device”        “/dev/input/wacom”
Option        “Type”          “cursor”
Option        “ForceDevice”   “ISDV4″               # Tablet PC ONLY
EndSection

#End Wacom Tablet

# commented out by update-manager, HAL is now used
#Section “InputDevice”
#    Identifier    “Synaptics Touchpad”
#    Driver        “synaptics”
#    Option        “SendCoreEvents”    “true”
#    Option        “Device”        “/dev/psaux”
#    Option        “Protocol”        “auto-dev”
#    Option        “HorizEdgeScroll”    “0″
#EndSection

Section “Device”
Identifier    “Configured Video Device”
EndSection

Section “Monitor”
Identifier    “Configured Monitor”
EndSection

Section “Screen”
Identifier    “Default Screen”
Monitor        “Configured Monitor”
Device        “Configured Video Device”
EndSection

Section “ServerLayout”
Identifier    “Default Layout”
Screen        “Default Screen”
# commented out by update-manager, HAL is now used
InputDevice     “stylus” “SendCoreEvents”
# commented out by update-manager, HAL is now used
InputDevice     “cursor” “SendCoreEvents”
# commented out by update-manager, HAL is now used
InputDevice     “eraser” “SendCoreEvents”

# commented out by update-manager, HAL is now used#    InputDevice    “Synaptics Touchpad”
EndSection

Ubuntu 8.04 auf TC4400: Stift aktivieren

Ubuntu hatte ich schon mal auf meinem Tablet PC installiert, damals allerdings noch Version 7.10. Nachdem nun mehr Platz auf der Platte ist, habe ich ein Multiboot-System bestehend aus Windows XP, Ubuntu 8.04 und Mandriva One 2009 installiert. Während letzteres eher zu Experimentierzwecken dient, möchte ich XP und Ubuntu produktiv nutzen.

Nach der Installation von Ubuntu funktioniert das meiste auf Anhieb: Wlan, Sound und auch einige Sondertasten. Beim Wacom-Digitizer muss allerdings noch Hand angelegt werden. Dazu sind die folgenden Schritte notwendig:

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iPod unter Linux (Ubuntu)

Wenn es nach Apple ginge, sollten/dürften wir unsere iPods nur mit iTunes verwalten. Leider (?) bietet Apple aber keine Linux-Version des Programms an, so dass man dort auf Alternativen angewiesen ist.

Die iPod-Unterstützung unter Linux ist dabei teils gut, teils weniger gut. Genauer: bei den älteren iPods klappt es ohne Probleme, bei den neueren (ab Nano 3G, iPod Classic und Touch) nur mit entsprechenden Eingriffen über die Kommandozeile, wie etwa im Ubuntuusers-Wiki beschrieben.

Ubuntu liefert als Programm für die Musikverwaltung “Rhythmbox” mit, das auch ein Plugin für den Zugriff auf den iPod enthält. Die Oberfläche des Programms ist iTunes nachempfunden, somit kam ich damit auch gleich zurecht. Im Gegensatz zu iTunes lässt sich Musik nicht nur vom PC auf den iPod überspielen, sondern umgekehrt auch die Musik vom iPod auf den PC. Somit lässt sich die eigene Musiksammlung recht einfach vom Windows- oder MacOS-Rechner auf die Linuxkiste übertragen.

Rhythmbox

Rhythmbox

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