GTD – neuer Anlauf (6)

Es ist schon eine Weile her seit dem letzten Beitrag zum Thema “Getting Things Done”. Doch es wird Zeit, dass ich mal wieder was dazu schreibe. Es haben sich nämlich ein paar Dinge geändert (und manche leider nicht).

Kommen wir erst einmal zur technischen Seite. Mein System beruhte ja darauf, dass ich im wesentlichen OneNote als Zentrale für GTD nutzte: das war sowohl “digitaler Eingangskorb” als auch Projektverwaltung. Nun ist OneNote zwar recht praktisch, weil man vom Webseitenschnipsel bis zur handschriftlichen Notiz so ziemlich alles damit verarbeiten kann. Aber: eine Anbindung an den PDA ist nicht möglich (lediglich Notizen vom WindowsMobile-Gerät können importiert werden). Doch man möchte ja doch hin und wieder auch mal unterwegs seine Projektliste aktualisieren oder neue “nächste Schritte” festlegen.

Da nun der Neo sowieso wegkommt und ich wieder zu PalmOS zurückgekehrt bin, lag es nahe, auch gleich nach Alternativen zu OneNote zu suchen. Und so habe ich zwei Programme wieder ausgegraben, die ich früher schon mal mehr oder weniger erfolgreich für die GTD-Umsetzung genutzt habe: Bonsai und DayNotez.

Meine aktuelle Strategie sieht so aus, dass ich mit Bonsai meine Projektliste, meine Projekte und Checklisten verwalte. DayNotez dient als Informationssammler, besonders wenn mir unterwegs mal was einfällt, was ich unbedingt notieren möchte.

Dabei hat DayNotez den Vorteil, dass es bei jeder Notiz gleich das Erstellungsdatum und die Zeit erfasst. So weiß man, welche Notizen aktuell sind und welche nicht. Das ist besonders praktisch, weil man gleich sieht, welche Aufzeichnungen man beim “Weekly Review” berücksichtigen muss und welche nicht.

Doch beim Stichpunkt “Weekly Review” kommen wir auch schon zum Knackpunkt der Sache: ich krieg das einfach nicht hin. Zumindest nicht regelmäßig, also “weekly”. Eine Zeit lang bin ich motiviert und versuche, mein System up-to-date zu halten. Doch irgendwann verlässt mich dann die Disziplin und ich erfasse wieder nur die (vermeintlich) “wichtigen” Dinge. Irgendwelcher “Kleinkram” wird dann nicht mehr aufgeschrieben und das Rumgewurschtel geht wieder von vorne los.

Dabei ist wohl weniger ein zu umständliches System das Problem, sondern meine Denkweise: wenn eine zu erledigende Sache ansteht, dann neige ich dazu, einfach drauf loszuwerkeln, statt erst einen Plan anzufertigen. Zu planen finde ich in diesem Moment überflüssig, es hält mich doch nur von der eigentlichen Arbeit ab.

Es ist ein Clinch zwischen Kopf und Bauch: mein Kopf sagt, das Planen hält zwar erst einmal von der Arbeit ab, dafür geht sie nachher schneller von der Hand, weil man nicht unkoordiniert durch die Gegend wurschtelt und möglicherweise das Pferd von hinten aufzäumt. Mein Bauch aber sagt: es sind so viele Dinge zu tun und du willst dich jetzt hinsetzten und deine Zeit mit Outlines, Mindmaps und Plänen verschwenden? Leg’ gefälligst gleich los, sonst werden wir nie fertig!

Der Erfolg von GTD steht und fällt also mit der eigenen Disziplin. Ich hoffe, ich schaffe es, mal so lange konsequent dabei zu bleiben, bis es einfach zur Gewohnheit geworden ist. Bis dahin hab ich noch drei Versuche gut, denn ich habe mal irgendwo gelesen, dass man meistens fünf Versuche braucht, um eine neue Verhaltensweise zur Gewohnheit werden zu lassen.

Und, wie sieht es mit eurer Selbstdisziplin aus?

650 vs. 680

Treocentral hat einen netten Videovergleich zwischen Treo 650 und 680 erstellt (Länge ca. 11 Minuten)

Danke an Skybert für das Posten des Links bei Nexave!

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Auf Sendung

Seit dieser Woche gibt es beim ehemaligen Kaffeeröster einen recht günstigen FM-Transmitter zu erwerben. Ich hab mir auch einen geholt, um im Auto die Musik anhören zu können, die mir gefällt. Und nicht den Einheitsbrei, der mir von den Sendern aufgetischt wird.

FM-Transmitter am iPod Shuffle (das schwarze Ding ist der Transmitter ;) )

Was mir bei dem Gerät gut gefällt, ist der Lieferumfang: neben dem Transmitter an sich ist noch ein Adapterkabel 2,5 auf 3.5 mm dabei und ein Kabel für den Zigarettenanzünder. Der Adapter ist vor allem für diejenigen interessant, die ein Gerät mit 2,5 mm Klinkenstecker haben (z.B. die ganzen Treo 680-User)

Ein weiterer Pluspunkt des Transmitters ist die freie Frequenzwahl (bei manchen Geräten sind vier oder fünf Frequenzen unveränderlich voreingestellt). Damit man nicht jedes Mal die Frequenz wieder neu einstellen muss, kann man 6 davon abspeichern.

Die Soundqualität ist soweit okay, auch wenn sie sicherlich nicht an die einer CD herankommt. Für die einfache Anbindung eines MP3-Players, PDAs oder Smartphones an das (Auto)Radio ist so ein FM-Transmitter aber recht praktisch.

Geheimtipp (?) für Leseratten

Wer für die langen und dunklen Winterabende noch digitalen Lesestoff braucht, dem sei PDA-books.de empfohlen. Dort gibt es eine große Zahl kostenloser eBooks für den persönlichen digitalen Assistenten.

Auch das gute alte und leider 2005 eingestellte beam-magazin gibt es dort noch zum Download. Natürlich keine neuen Ausgaben, sondern die bislang erschienenen. Doch auch in den alten Ausgaben lässt sich noch so manch nützliches Palm-Wissen ausgraben.

So wie ich es sehe, ist die Seite noch eher unbekannt, zumindest taucht sie bei Google nicht auf den vorderen Rängen auf. Oder kennt sie jemand von euch evlt. schon länger?

Die ersten 680er sind da

Offensichtlich sind heute die ersten “deutschen” Treo 680 bei ihren Käufern eingetroffen. Zumindest kann man das im ellenlangen Thread bei Nexave lesen.

Bin mal gespannt, wie die ersten Berichte ausfallen. Vor allem, nachdem die Benutzer von der anderen Seite des großen Teichs von erschreckend kurzen Akkulaufzeiten berichtet hatten.

Nachtrag um 17:11 Uhr: Kaum schreib ich hier meinen Artikel, schon gibt es die ersten Eindrücke vom neuen Treo.

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Noch mehr Adventskalender für den Technikfreak (Update)

Mal sehen, wo es sonst noch Aktionen zur Vorweihnachtszeit gibt. Sobald ich was finde, ergänze ich die Liste entsprechend.

Update am 1.12.06: Podventskalender und Palm-Adventskalender hinzugefügt.

To Treo or not to Treo

Die Treo 680-Hysterie bei Nexave nimmt ja langsam ungeahnte Ausmaße an. Der “Alles über den Treo 680″-Thread mit 1 519 Antworten und 100 065 Views (Stand: 30.11.06, 23:16 Uhr) dürfte einer der längsten und meistbesuchten im ganzen Forum sein.

Da war es natürlich abzusehen, dass auch mich dieser Hype irgendwann anstecken würde. Obwohl ich lange Zeit dem neuen Treo kritisch gegenüber stand. Schließlich hab ich hier noch den Neo, der hardwaremäßig mehr zu bieten hat als der 680: Wlan, 2MP-Cam und das Display ist auch noch größer (was die Fläche angeht). Und etwas kompakter ist der Neo noch dazu.

Doch irgendwann, es muss so um die Zeit der ersten (englischsprachigen) Reviews herum gewesen sein, fing ich dann doch an zu grübeln. Und stellte, mal wieder, meine gesamte PDA- und Smartphone-Ausrüstung in Frage. Das ging sogar so weit, dass ich kurzzeitig überlegte, ob ich nicht meine ganze Technik in die Tonne hauen und auf Papier umsteigen sollte. Der Grund dafür war, dass ich feststellen musste, wie sehr ich mich in die Technik vertieft hatte. Bedingt durch die Arbeit an meinem Adventskalender verbrachte ich viel Zeit mit meinen Neos, SDAs und Tungstens. Und verzettelte mich häufig. Wenn ich z.B. nur meine Mails checken wollte, aber dann feststellen musste, dass ich, “wo ich schon mal dabei bin”, auch gleich sämtliche Newsseiten abgesurft hatte. Um es kurz zu fassen: mir wurde mal wieder bewusst, wie viel Zeit ich mit den kleinen Dingern verschwendete, die mir eigentlich dabei helfen sollten, besser organisiert zu sein. Und Zeit zu sparen.

Und das ist jetzt der Punkt, an dem der Treo ins Spiel kommt. Der hat kein Wlan, und das ist vielleicht sogar ein Vorteil. Weil ich mich dann eben nicht beim Sofasurfen verzetteln kann. Er hat eine Tastatur, mit der ich Informationen schneller eingeben kann. Er hat PalmOS, so dass ich meine in langen Jahren zusammengekaufte Software weiternutzen kann. Oder anders gesagt: der Treo könnte tatsächlich ein Gerät sein, dass mich besser organisert hält, statt mich zum Rumspielen zu verführen.

Noch etwas ist mir in den letzten Tagen aufgefallen: meinen TC, den Neo und meinen derzeitigen T3 habe ich überhaupt nicht mehr richtig personalisiert. Sprich, mit all der Software ausgestattet, die ich mal für ein effektiveres Arbeiten angeschafft hatte. Lediglich die absoluten Basics hatte ich installiert. Beim Neo beschränkten sich die Neuanschaffungen auch auf eben diese Basics (erweiterte Kalenderanwendung, besserer Heute-Bildschirm, das war’s im Wesentlichen auch schon). Vielleicht liegt es daran, dass ich schon beim Kauf eines PDAs damit rechne, dass ich ihn sowieso in wenigen Monaten wieder verkaufe. Warum sollte ich dann so viel Arbeit in die Installation von Software und die Anpassung der Einstellungen stecken?

Das sind nur einige der Gedanken, die mir in den vergangenen Tagen und (teils unruhigen) Nächten durch den Kopf gegangen sind.

Momentan ist der Stand der Dinge so, dass ich meinen Neo nun wohl doch verkaufen werde. Und erst mal mit SDA und T3 arbeite. Gestern hab ich am T3 noch Bonsai und DayNotez installiert, und heute wird TextPlus folgen. Somit habe ich alle wichtigen und produktiven Programme zur Hand. Was hoffentlich dazu führt, dass ich mit dem PDA wieder mehr arbeite und weniger spiele.

Den Treo 680 kaufe ich mir jedoch nicht. Vorerst zumindest. Auch wenn ich teils schon kurz davor war, mir einen vorzubestellen, warte ich erst mal ab. Bis die ersten “Early Adopters” ihre Erfahrungen gesammelt haben. Wenn diese überwiegend positiv sind, kann es durchaus sein, dass ich in den nächsten Wochen oder Monaten mir einen 680 hole. Spätestens dann, wenn die ersten Gebrauchtgeräte für 330 Euro zu haben sind. ;)