Wlan ohne Treiberprobleme

Wlan unter Linux ist ja so eine Sache: Ob und wie gut es funktioniert, hängt davon ab, ob es einen passenden Linux-Treiber für die verwendete Karte gibt oder ob sich die Windows-Treiber per Ndiswrapper zur Zusammenarbeit überreden lassen.

Für meinen Desktop-PC hatte ich einen USB-Adapter von Belkin genutzt. Mit den Windows-Treibern lief er unter Windows XP erwartungsgemäß ohne besondere Probleme. Unter Linux, genauer gesagt Ubuntu 7.10 und OpenSuse 11 konnte ich den Stick dank Ndiswrapper ebenfalls nutzen. Allerdings brach dort hin und wieder die Verbindung komplett ein. Manchmal half ein Aus- und wieder Einstecken des Sticks, in seltenen Fällen nur ein Neustart des Systems.

So weit, so gut. Nun ist Ubuntu 7.10 schon seit einer Weile nicht mehr aktuell und ich hatte ein Update auf 8.04 durchgeführt. Nachdem Wlan mit der Vorgängerversion lief, ging ich davon aus, dass der Adapter auch unter Ubuntu 8.04 laufen würde. Doch nix da. Mit einem unverschlüsselten Wlan klappte es zwar, aber das war und ist keine Option. Mit WPA-Verschlüsselung bekam ich bestenfalls sporadisch eine Verbindung, wenn überhaupt. Glaubt mir: ich habe einige Anleitungen und Tipps durchprobiert, ohne richtigen Erfolg.

Also was tun?

Um den Scherereien mit nicht funktionierenden Wlan-Treibern endgültig aus dem Weg zu gehen, entschloss ich mich, eine Wlan-Bridge in Form des Netgear WGPS606 anzuschaffen. Das Gerät trägt zwar offiziell die Bezeichnung “Printserver”, es enthält jedoch auch einen 4-fach Switch, über den sich PCs ins Wlan einklinken können. Man verbindet den PC per Netzwerkkabel mit dem WGPS606, stellt dort die Verbindungsdaten für das Wlan ein und schon ist der Rechner Teil des drahtlosen Netzwerks.

Das Gute dabei für Linux-Nutzer: Das Gerät lässt sich per Browser konfigurieren, auf die mitgelieferte (Windows-) Installations-CD kann man also verzichten. Allerdings sollte man sich zuvor das “richtige” Handbuch zu Gemüte führen (etwa, indem man es von der Herstellerseite runterlädt), da die Konfiguration per Browser in der beiliegenden, sehr kurz gehaltenen Installationsanleitung nicht beschrieben ist.

Ist das Gerät einmal mit den richtigen Optionen für das gewünschte Wlan eingerichtet (was in wenigen Minuten erledigt ist), lässt sich damit jeder PC ohne zusätzlichen Aufwand ins Netz einbinden. Einfach anstöpseln und ggf. in den Netzwerkeinstellung angeben, dass der Rechner die IP per DHCP erhält, und schon ist man online.

Fazit: Ich muss mir bei Updates oder Distributionswechseln keine Gedanken machen, ob ich dann noch ins heimische Wlan komme, und Fummeleien mit Ndiswrapper kann ich mir auch ersparen. Die Investition hat sich also für mich gelohnt.

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