10 Tage Tungsten C

Heute ist nun mein 10ter Tag mit dem Tungsten C. Ich möchte euch ein wenig über meine Eindrücke und Erfahrungen berichten und auch darüber, warum ich denn vom TX weg bin. Ich hatte ja versprochen, das zu tun.

Kommen wir erst mal zu den negativen Dingen am TC. Das Gerät ist schon recht “bullig”, es gibt schlankere, leichtere und auch edler wirkende Palms. Die PIM-Datenbanken sind noch die alten, d.h. es gibt pro Kontakt nur eine Adresse und im Kalender gibt es keine Kategorien. Die mitgelieferte DocumentsToGo-Version kann native Worddoumente nur sehr rudimentär anzeigen. Man merkt an der ein oder anderen Stelle eben doch das Alter.

Und doch hat der TC gegenüber dem TX einige Vorteile. Die beiden Hauptgründe, warum ich überhaupt vom TX zum TC gewechselt bin, sind:

  • Stabilität: Ich musste den TC schon einige Male resetten. Sogar einen Hardreset hat er gebraucht. Aber diese Resets waren alle provoziert. Ich hatte versucht, ein paar Programme vom TX zu installieren, die offensichtlich nicht für den TC geeigent waren. Den Hardreset brauchte es, als ich den Fat32-Treiber vom TX auf den TC installieren wollte, dann ging gar nix mehr. Aber wie gesagt: das war alles experimentell und Resets vorauszusehen. Im laufenden Betrieb hatte ich bisher keinen einzigen Reset. VersaMail, das beim TX mindestens einmal am Tag einen Hänger hatte, läuft hier ohne Murren. Die Stabilitätsprobleme der neueren Palms schiebe ich einfach mal auf das neue Dateisystem. Treo und TX waren die Geräte, die am instabilsten liefen (wobei es sich beim Treo noch im erträglichen Rahmen hielt).
  • Grafitty: Die Schrifterkennung des TX war ein Graus. Die Texteingabe per Stift ist meiner Meinung nach prinzipbedingt nur für kurze Texte praktikabel. Aber selbst das wird zur Tortour, wenn jeder zweite Buchstabe nicht oder falsch erkannt wird. Nach meinem Umstieg vom Treo auf den TX habe ich die Tastatur des Treo am meisten vermisst. Ich weiß, es gibt Leute, die sich nicht vorstellen können, mit einer Tastatur am Palm zu arbeiten. Aber wenn man es einmal gemacht hat, weiß man eine Tastatur zu schätzen. Die Tastatur des TC ist größer als die des Treo, somit erwischt man weniger oft die falsche Taste. Was beim Treo jedoch besser ist, ist dieTastenbelegung und das -Layout. Der TC-Tastatur würde z.B. eine zweite Shift-Taste guttun. Und gegen eine Beleuchtung wäre auch nichts einzuwenden. Aber insgesamt lässt sich damit angenehm schreiben. Auf jeden Fall besser als mit Grafitty am TX.

Jetzt wo ich den TC ein paar Tage in Betrieb habe, zeigen sich weitere Vorteile gegenüber dem TX:

  • Das Display ist zwar kleiner als beim TX, aber brillianter und farbechter. Der TX hatte einen doch erkennbaren Blaustich in der Farbdarstellung.
  • Die Geschwindigkeit ist einen Tick besser. Ich merke es z.B. beim Start von AvantGo. Wo der TX noch 1, 2 Sekunden “Bedenkzeit” brauchte, ist das Programm beim TC schon geladen. Das ist zwar kein Killerargument für den TC, aber im täglichen Betrieb durchaus angenehm. Auch die lästige Wartezeit zwischen Ausschalten und erneutem Einschalten (der TX hat da 3, 4 Sekunden nach dem Ausschalten einfach nicht auf Tastendrücke reagiert) ist vorbei. Der TC reagiert einfach prompt.

Auch sonst bin ich mit dem TC recht zufrieden. Wlan ist sauschnell, vielleicht sogar schneller als beim TX. Die Akkulaufzeit ist auch okay. Ich habe 3h Dauer-Wlan geschafft. Der TX war hier einen Tick ausdauernder, aber der Akku vom TC ist ja auch nicht mehr der jüngste.

Insgesamt bereue ich meinen Umstieg nicht. Denn: Was bringen mir zig Features eines TX, wenn sie nicht richtig funktionieren? Dann lieber etwas weniger, aber ich kann vernünftig damit arbeiten. Denn für mich macht es einen Palm aus, dass er schnell, zuverlässig und stabil läuft. Ich hoffe, Palm besinnt sich bei den zukünftigen Geräten wieder auf diese alten Tugenden.

3 Gedanken zu “10 Tage Tungsten C

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