Mit dem Tablet an der Uni (3)

Nach mehreren Wochen Tablet-Nutzung an der Uni möchte ich ein kurzes Zwischenfazit ziehen.

Der Einsatz des Tablet PC brachte mir folgende Vorteile:

  • Ich muss meine Skripte, die zu 90% in elektronischer Form vorliegen, nicht mehr ausdrucken. Das spart einerseits Druckkosten (wobei die paar Euros nicht besonders ins Gewicht fallen), vor allem aber Zeit und Nerven. Hätte ich den Tablet nicht, müsste ich mich immer darum kümmern, rechtzeitig bis zur Vorlesung das entsprechende Skript ausgedruckt zu haben. So muss ich nur abends kurz die “Virtuelle Universität” ansurfen und nachsehen, ob es für die morgigen Vorlesungen neues Material gibt und es ggf. runterladen.
  • Ich habe sämtliche Skripte, Notizen, Übungsaufgaben usw. immer dabei. Ich muss nicht heute Ordner A mit zur Uni nehmen und morgen Ordner B, sondern ich stecke einfach meinen Tablet PC in den Rucksack. Fällt mal unerwartet eine Veranstaltung aus oder habe ich anderweitig “Leerlaufzeiten”, kann ich mir den Stoff der Vorlesungen ansehen, Übungsaufgaben bearbeiten usw.
  • Ich kann meine Mitschriften und bearbeiteten Skripte leicht mit meinen Kommilitonen teilen. Diese müssen nicht stundenlang Blätter kopieren, sondern ich maile ihnen einfach die betreffende Datei zu.

Daneben bringt der Einsatz des Tablet PS noch weitere Vorzüge mit sich: so kann ich zwischen den Vorlesungen mal ins Internet (dank recht guter Wlan-Versorgung an der Uni) oder in besonders langweiligen Vorlesungen auch mal ne Runde Solitär spielen.

Natürlich gibt es auch Nachteile. Ein Tablet PC ist ein PC wie jeder andere auch und macht hin und wieder mal Zicken, die ein Papierblock nicht machen würde. Aber gegen die gröbsten Unfälle kann man sich ja mit Backups absichern.

Im ersten Teil wurde noch nach dem Stromverbrauch im Standby gefragt. Nun, ich kann dazu keine hochpräzisen Labormessungen vorlegen. Aber ich hab mal notiert, was die Batterieanzeige von Windows sagt. So kam ich nach mehreren Standby-Zyklen von je etwa 30 Minuten auf einen Akkuverbrauch von durchschnittlich ca. 2%. Sprich: nach dem Aufwecken aus dem Standby zeigte die Akkuanzeige eine um 2% geringere Restkapazität an als vorm Abschalten. Oder anders gesagt: Der Akkuverbrauch im Standby fällt offensichtlich nicht besonders ins Gewicht.

Als persönliches Fazit kann ich sagen, dass sich für mich die Anschaffung des Tablet PCs gelohnt hat. Das Gerät bringt mir für’s Studium auf jeden Fall mehr als ein normales Notebook. Davon sind inzwischen auch einige meiner Komillitonen überzeugt. ;)

22 Gedanken zu “Mit dem Tablet an der Uni (3)

  1. Hi,
    ich hätte mal ein paar kleinere Fragen:

    -Akulaufzeit so gesamt,läufst du nicht Gefahr an einem LANGEN
    Uni tag einfach keinen Saft mehr zu haben oder hast du deinen Netzadapter dabei?
    -Ist das Gerät auch dem Alltag gewachsen(Rucksack unsanft abstellen(das es kein thoughbook is kann ich mir denken))
    -Ist dieses online scripts system an vielen unis vorhanden?(ich weiss is ein bisschen offtopic)

    MFG Sim

  2. Hallo Simon,

    zu deinen Fragen:
    - Der Standard-Akku überlebt einen langen (sagen wir mal 8h) Tag nicht. Dafür hab ich ja den Zusatzakku, der nochmal ca. 4h Laufzeit liefert. Somit kommen Standard- und Zusatzakku zusammen auf etwa 8h, was dann auch für einen langen Tag reichen sollte.

    - Ich hab den Tablet in einem gepolsterten Fach in meinem Rucksack und bisher keine Probleme. Empfindlichkeit ist genauso hoch/niedrig wie bei einem “normalen” Laptop/Notebook auch, würde ich sagen.

    - Ob es die Skripten in elektonischer Form gibt, ist wohl von Uni zu Uni und von Lehrstuhl zu Lehrstuhl verschieden. Da kann ich keine allgemeingültigen Aussagen machen. Zumindest hier an der Uni Regensburg und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät gibt es die allermeisten Skripten in der sog. “virtuellen Universität” in elektronischer Form zum Runterladen.

  3. Hopla das geht ja Ratzfatz
    vielen Dank,das mit dem Akku hätte ich mir denken können
    war wohl heut zu LANG unterwegs ;)
    Damit hast du mir schon mal weitergeholfen
    ich meld mich wieder wenn ich noch Fragen zum Alltag hab.

    Gruss

    Simon

  4. Hallo Thomas,

    ich will mir auch nen Tablet für die Uni anschaffen und habe deshalb ein paar fragen an dich:

    1. Kannst du den Bildschirm um 360° drehen, wie beim FujitsuSiemens T4215
    2. Hattest du auch über den zusätzlichen Ultra-Hochleistungsakku
    nachgedacht
    3. Was für eine Auflösung ist mit einem externen Monitor maximal möglich.
    4. Hast du dir noch ein zusätzliches Laufwerk gehohlt. Wenn ja so ein
    Slime line von Hp? Sind ja ganz schön teuer

    Gruss Daniel

  5. Hallo Daniel,

    zu deinen Fragen:

    1) Den Bildschirm(inhalt) kann ich in 90°-Schritten drehen. Also letztlich auch um 360°
    2) Hochleistungsakku brauche ich nicht, komme mit Standard-Akku und Zusatzakku locker aus.
    3) Hm, da fragst du mich was. Ich hab bisher noch keinen externen Monitor angeschlossen…
    4) Ich hab mir ein ganz normales externes DVD-Laufwerk geholt. Von LG, hat um 80€ gekostet. Die Slimline-Laufwerke sind mir zu teuer und unterwegs (=an der Uni) kann ich auf ein CD/DVD-Laufwerk getrost verzichten. Das externe Laufwerk steht daheim am Schreibtisch und wird nur angeschlossen, wenn ich es brauche (z.B. Software von CD installieren).

  6. Danke für die schnelle Antwort,

    bedeutet das dann, dass du den Bildschirm in beide Richtungen drehen kannst?

    Hast du den Tablet in nem Online Shop gekauft oder in einem Laden? Hab nämlich schon mal bei unserem Mediamarkt geschaut, die haben in leider nciht und werden ihn auch so nicht bekommen.

    Gruß Daniel

  7. Den Bildschirm kann ich nur in eine Richtung drehen. Aber ob ich nun um 90° nach rechts oder 270° nach links drehe, das Ergebnis ist das selbe.

    Gekauft habe ich bei computeruniverse.net, also im Internet. In Läden vor Ort habe ich auch noch keinen Tablet PC gesehen.

    Und im Online-Shop dürfte es auch deutlich billiger sein als bei Mediamarkt oder Saturn. Die haben ja meist sowieso Mondpeise (auch wenn die Werbung das Gegenteil behauptet).

  8. Ja das stimmt, wollte mir nur das ganze mal vorher anschauen, aber ist nicht so wichtig. Mit dem Bildschirm habe/hatte ich das bedenken, da ich früher ein Handy mit drehbaren Bildschirm hatte, und meine kleine Cousine den einfach mal in die falsche Richtung gedreht hatte, und dieser dann ziemlich locker war.

  9. Moment, da meinten wir mit “Bildschirm drehen” wohl beide was anderes.

    Ich bezog mich auf den Bildschirminhalt, also auf das Bild, das angezeigt wird. Das kann man in besagten 90°-Schritten drehen.

    Den (pysikalischen) Bildschirm des Tablets kann man nur um 180° drehen, und das nur in eine Richtung (beim TC4400 im Uhrzeigersinn). Wobei ein versehentliches Drehen in die falsche Richtung unwahrscheinlich ist, da im Drehgelenk dann ein ziemlicher Widerstand entsteht.

    Um es anschaulicher zu sagen: stell dir einen normalen Laptop vor. Da klappst du den Deckel (=Bildschirm) auf, so dass er senkrecht zur Tastatur steht. Nun drehst du den Bildschirm um 180°, so dass das Bild von dir weg schaut. Und nun klappst du das ganze um 90°, so dass der Deckel mit dem Bildschirm nach oben auf die Tastatur aufliegt.

    Verstanden? ;)

  10. Ja, das wir mir klar, hatte nur Angst, wenn man ihn in die falsche Richtung dreht, dass es dann auch sofort knackt, wie bei meinem alten Handy. Ich hatte nämlich bei dem Siemens T4215 gesehen, dass sich der Bildschirm in beide Richtungen drehen ließ

  11. Hallo,
    ich habe auch vor mir den TabletPC tc4400 zum Studium zu kaufen. Meine Frage ist nur, kann man darauf wirklich die gesamte Mitschrift machen. Macht das Sinn? Oder ist es umständlicher als wenn man auf normalen Papier schreibt? Lässt sich auf dem TabletPC genauso schreiben wie auf einem normalen Blatt Papier?

    Vielen Dank für die Antwort
    Gruß
    Kevin

  12. Hallo Kevin,

    also ich habe dieses Semester meine gesamten Mitschriften am Tablet erledigt. Zu Beginn ist es etwas “komisch”, auf Glas und nicht auf Papier zu schreiben. Aber nach 1, 2 Sätzen hat man sich daran gewöhnt. Und dann schreibt/zeichnet man auf dem Tablet so, als hätte man einen Papierblock vor sich liegen.

    Gegenüber Papier hat der Tablet PC den Vorteil, dass er mit jeder neu geschriebenen Seite nicht dicker wird. Du hast also alle Skripten dabei, ohne dicke Ordner mitnehmen zu müssen.

    Allerdings empfehle ich, regelmäßig Backups zu machen. Denn es wäre ärgerlich, seine Mitschriften zu verlieren, weil irgend ein Programm verrückt spielt o.ä.

    Wie gesagt: ich hab das das ganze Semester über so gemacht und finde das Tablet-Prinzip immer noch sehr genial! Und meine Komillitonen inzwischen auch. ;)

  13. Vielen Dank.
    Hab ihn bestellt und auch schon bekommen. Richtig gut der kleine.
    Da ich mal davon ausgehe, dass selbst die sehr lange Akkulaufzeit von 5 Stunden eventuell nicht ausreicht, wollte ich mir nun noch einen zweitakku holen. Benutz du einen zweitakku? Ich frag mich ob dieser keilförmige Reiseakku nicht ein wenig hinderlich ist, wenn man den tc4400 als Tablet-Pc nutzt. Im Laptop-Modus stellt das hingegen wohl kein Problem da. Hast du da Erfahrungen?

    Gruß
    Kevin

  14. Hallo Kevin,

    ja, ich hab diesen keilförmigen Zusatzakku. Im Laptop-Betrieb stört der wirklich nicht. Im Gegenteil, das Tippen ist duch die leicht schräge Tastatur sogar bequemer, finde ich.

    Im Tablet-Betrieb ist er zugegebenermaßen etwas unvorteilhaft. Allerdings geht es, wenn ich als Rechtshänder das Gerät so drehe, dass der Akku auf der linken Seite ist (also der “Keil” zur rechten Seite hin abfällt). Es schreibt sich dann zwar nicht ganz so komfortabel wie bei “flachem” Tablet, aber es ist okay. Alternativ kann man den TC4400 auch so drehen, dass der Zusatzakku nach hinten zeigt, also das Gerät nach vorn geneigt ist.

  15. Hallo,
    ich hab auch vor mir den Tablet für die Uni zu kaufen. Nun würde ich gerne wissen welche Software du zum mitschreiben verwendest und wie du es schaffst Kommentare in PDF-Skripte einzufügen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel

  16. Hi Daniel,

    zum Mitschreiben verwende ich “Windows Journal”, welches bei der Tablet Edition von XP schon mit dabei ist. Vorteil: Nicht-Tablet-Besitzer können sich den Journal-Viewer installieren und meine Kritzeleien auch ansehen.

    Kommentare in PDFs mache ich mit dem “PDFAnnotator” (http://www.ograhl.de/de/pdfannotator/). Alternativ kann man auch PDFs in eine Journaldatei drucken (das Windows Journal installiert den “Journalnotizverfasser” als Druckertreiber) und dann im Windows Journal mit Freihandkommentaren versehen.

  17. Hallo,
    danke für die schnelle Antwort. Mein Tablet ist mittlerweile bei mir angekommen und ich bin bis jetzt echt zufrieden. Nur eine Frage hätte ich noch. Und zwar bin ich grad auf der Suche nach einem passenden Rucksack und finde nicht wirklich das passende. Was hast du denn für einen (Marke, Modell)?
    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel

  18. Hi Daniel,

    als Rucksack nutze ich den “Dicota BacPac Rain” (findest du z.B. auch bei Amazon). Der ist recht geräumig, neben dem Notebook/Tablet passen auch noch Bücher und anderer Krimskrams rein. Und eine integrierte Regenhülle hat er auch noch, so dass die wertvolle Elektronik im Fall des Falles nicht nass wird.
    Was ich noch positiv finde: er sieht aus wie ein “normaler” Rucksack, so dass nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, dass man wertvolles Equipment mit sich rumträgt (bei diesen Standard-Laptop-Taschen weiß ja gleich jeder, was drin ist).

    P.S.: Welches Modell hast du dir denn gekauft?

  19. Hallo,
    bis jetzt noch keinen, deswegen hab ich dich ja gefragt. Werd mich aber am Montag mal in die Stadt gehen und schauen was ich so finde.
    Mfg Daniel

  20. Meine Frage nach dem Modell bezog sich eigentlich auf den Tablet PC und nicht auf den Rucksack… ;)

  21. Achso. Ich hab mir das gleiche Modell wie du gegönnt. Allerdings gleich mit 1GB Arbeitsspeicher.

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