Der “Ich-bin-nie-zufrieden-Mann” in meinem Kopf, Teil 1

In letzter Zeit ist es wieder besonders schlimm. Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich beim großen Auktionshaus die Begriffe “treo 600″, “tungsten t5″ oder “tungsten c” in die Suchmaske eingebe.

Und dabei habe ich doch überhaupt keine wirkliche Kaufabsicht. Mein T3 läuft stabil. Ich hab ihn erst mit Power To Go und 1GB-Karte “aufgemotzt”. Und demnächst sollte eine Wifi-Card in meinem Breifkasten liegen. Der T3 beherrscht dann PIM, MP3, Fotos, Videos, Spiele, Internet, E-Mail und noch vieles mehr. Mehr brauch ich doch nicht? Oder?

Nein, mehr brauchen tu ich im Grunde nicht. Und trotzdem ist da dieses ständige “Kribbeln”. Ganz beiläufig kommen immer wieder diese Gedanken. Im Film “Lammbock” nennt es Kai alias Moritz Bleibtreu den “Ich-bin-nie-zufrieden-Mann in deinem Kopf”. Und dieser befindet sich definitiv in meinem Oberstübchen. Zumindest was Technik und insbesondere Palms angeht.

Es ist immer wieder das gleiche Spielchen. Da kauft man sich einen neuen Palm. Der natürlich doppelt so viel Speicher, CPU und Gimmicks hat, wie das Vorgängermodell. Mindestens. Die Freude ist groß. Dass das Gerät erst einmal 4 Stunden aufgeladen werden soll, empfindet man als Qual. So was sollten die UN-Menschenrechtskonventionen eigentlich verbieten. Dann geht’s ans Einrichten, Überspielen der diversen Programme. Man entdeckt mehr und mehr die Möglichkeiten, die das neue Gerät bietet. Und ist erst mal zufrieden.

Aber nur erst mal. Denn früher oder später hat man alle Funktionen des Geräts entdeckt. Oder vielleicht schon ausgereizt. Sprich: Der “Reiz des Neuen” ist verflogen. Dann irgendwann kommt ein neues Gerät auf den Markt. Oder noch schlimmer, es gibt bereits Geräte, die besser ausgestattet sind, als das eigene. Dann geht’s auch schon los:

“Hmm, 160 MB interner Speicher. Nicht schlecht. Oha, Palm und Handy in einem. Wäre das nix für mich? Der da hätte WLAN eingebaut. Da müsste ich nicht mit extra Karten rumfummeln. Und wow, 4 GB Festplatte. WLAN und Bluetooth gleichzeitig…”

Das ist der Moment, von dem an sich alles ändert. Das eigene Gerät ist plötzlich doch nicht mehr so toll. Die neuen Teile können doch eh alles besser. Und vor allem noch mehr. Und ich muss mich hier mit veralteter Technik rumschlagen. Das hab ich doch nicht verdient! Ich will auch wieder ganz vorne mitmischen! Ich will das allerneueste!

Und genau in diesem Zustand befinde ich mich mal wieder. Warum es dieses Mal aber doch (noch) nicht so schlimm ist, erfahrt ihr demnächst…

Ein Gedanke zu “Der “Ich-bin-nie-zufrieden-Mann” in meinem Kopf, Teil 1

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